Zum Inhalt
il Cantonale

Unabhängige digitale Zeitung der italienischen Schweiz

Kanton Strasseninfrastruktur

Zweite Gotthardröhre: über dreitausend Besucher auf der Baustelle in Airolo

Die Baustelle für die zweite Gotthard-Strassenröhre in Airolo hat ihre Tore für die Öffentlichkeit geöffnet: Über dreitausend Personen besichtigten die Arbeiten. Die Verkehrsfreigabe ist weiterhin für 2030 vorgesehen.

von Redazione 20. September 2026 2 Min. Lesezeit Bellinzonese

Der Verkehr durch den Gotthard verläuft heute durch einen einzigen Strassentunnel, der in beiden Fahrtrichtungen befahren wird. In Airolo gehen die Arbeiten für den Bau einer zweiten Röhre weiter, die neben die bestehende zu stehen kommt. Die Baustelle öffnete an einem Besuchertag ihre Tore für die Öffentlichkeit, und über dreitausend Personen besichtigten die laufenden Arbeiten. Die neue Röhre soll 2030 für den Verkehr freigegeben werden.

„Per noi è una grande soddisfazione, perché riusciamo a spiegare alla gente che cosa significa questo progetto“ („Für uns ist das eine grosse Genugtuung, weil es uns gelingt, den Menschen zu erklären, was dieses Projekt bedeutet“), sagte Udo Oppliger, Gesamtprojektleiter beim Bundesamt für Strassen (ASTRA), gegenüber Il Quotidiano.

Der Ausbruch der neuen Röhre, die fast 17 Kilometer lang ist, erfolgt mit zwei Tunnelbohrmaschinen von jeweils über 2000 Tonnen. Auf der Tessiner Seite ist die Baustelle auf erhebliche geologische Schwierigkeiten gestossen: Die Bohrmaschine Paulina stand fast ein Jahr still, nachdem rund 2000 Kubikmeter Gestein entlang der Strecke eingestürzt waren.

2030 bleibt das Ziel

Trotz der Verzögerung gilt das Datum 2030 weiterhin als realistisch. Oppliger erklärte, dass nicht der Ausbruch mit der Bohrmaschine für den Eröffnungstermin der zweiten Röhre entscheidend sei, sondern der Abschluss anderer unterirdischer Bauwerke wie der Lüftungszentralen. Der letzte Durchschlag der Röhre soll dagegen im Laufe des kommenden Jahres erfolgen.

Auf der Südseite kommt die Baustelle je nach geologischen Bedingungen entlang der Strecke unterschiedlich schnell voran, zwischen 7 und 25 Metern pro Tag. Vor Ort arbeiten rund 300 Personen, sieben Tage die Woche, rund um die Uhr.

Nach Fertigstellung wird die neue Röhre es ermöglichen, die beiden Fahrtrichtungen innerhalb des Tunnels zu trennen, was die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden erhöht. Die zweite Röhre wird zudem die Notwendigkeit verringern, den Gotthard bei einem Unfall vollständig zu sperren.

Bilder und Videos

Kanton Bellinzonese Originalquelle

Kommentare

Keine Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare. Deine Stimme kann die erste sein.

Kommentar schreiben