Kanton Wildtiere
Wolf attackiert Ziegenherde auf dem Monte Tamaro: neun Tiere tot, elf vermisst
Ein Wolf griff am Samstag eine Ziegenherde im Gebiet der Alpe Foppa am Monte Tamaro an: neun Tiere starben, elf gelten als vermisst. Die Hirten Igor und Ramona Pongelli fordern konkrete Schutzmassnahmen.

Ein Wolf hat am Samstagnachmittag eine Ziegenherde auf dem Monte Tamaro angegriffen, im Gebiet der Alpe Foppa. Das teilte RescueMedia am Montagmorgen mit.
Die Bilanz ist schwer: Neun Ziegen sind tot, fünf wurden auf der Flucht vor dem Raubtier verletzt, und elf gelten weiterhin als vermisst. Insgesamt waren 25 Tiere betroffen. Die Suche nach den vermissten Tieren dauert an, und die Bilanz könnte sich noch verschlechtern.
Die Herde gehört Igor und Ramona Pongelli, die 142 Ziegen besitzen. Das Paar zeigte sich zutiefst verärgert über den Vorfall.
Die Forderungen der Hirten
"Chiediamo di essere ascoltati, chiediamo di sapere quali misure concrete dobbiamo adottare per proteggere le nostre capre" ("Wir wollen gehört werden, wir wollen wissen, welche konkreten Massnahmen wir ergreifen müssen, um unsere Ziegen zu schützen"), erklären die Eheleute Pongelli. Sie fordern, dass ihnen jemand sagt, was sie tun sollen, bevor sich der Vorfall wiederholt, denn sie wollen nicht bis zum nächsten Blutbad warten, um wieder darüber zu sprechen.
Für die Hirten ist der Verlust nicht nur wirtschaftlicher Natur. "Ieri non abbiamo perso soltanto delle capre" ("Gestern haben wir nicht nur Ziegen verloren"), erklären Igor und Ramona Pongelli. "Abbiamo perso una parte del nostro lavoro, dei nostri sacrifici e della nostra serenità" ("Wir haben einen Teil unserer Arbeit, unserer Opfer und unserer Gelassenheit verloren").
Ihre Worte machen ein Problem sichtbar, das alle betrifft, die in den Bergen Ziegen und Schafe halten: Das Zusammenleben mit dem Wolf bringt direkte Verluste mit sich, in Form von getöteten oder vermissten Tieren, aber auch weniger sichtbare Verluste, die mit der Zeit und der Kraft zusammenhängen, die jeder Hirte aufwendet, um seine Herde zu schützen, oft auf abgelegenen und schwer zu überwachenden Alpen.
Offen bleibt die Frage, wer den Hirten sagen soll, welche Schutzmassnahmen sie im Einzelfall ergreifen sollen, und wer die Kosten dafür trägt. Es sind Fragen, welche die Pongelli offen stellen und die allgemeiner alle betreffen, die auf Alpen arbeiten, in denen der Wolf präsent ist. Offen bleibt auch, ob ein solcher Vorfall die Möglichkeit der Familie Pongelli gefährdet, ihre Ziegen auch in den kommenden Alpsaisons weiter auf die Alp zu treiben.
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Francezo
Pazzesco drg


