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Kanton Kantonswahlen

Greta Gysin kandidiert 2027 für den Staatsrat

Die Grünen-Nationalrätin hat ihre Kandidatur für die Kantonswahlen 2027 bestätigt. Sie tritt auf der rot-grünen Liste an, gemeinsam mit der Sozialdemokratin Marina Carobbio Guscetti und dem MPS-Vertreter Matteo Pronzini.

von Redazione 17. August 2026 2 Min. Lesezeit

Greta Gysin, Nationalrätin der Grünen, hat gegenüber RSI bestätigt, dass sie sich für die Kantonswahlen im April 2027 um einen Sitz im Staatsrat bewirbt.

Ihre Kandidatur ist Teil der rot-grünen Liste, die auch die amtierende Staatsrätin Marina Carobbio Guscetti für die Sozialdemokratische Partei sowie Matteo Pronzini für die Bewegung für den Sozialismus (MPS) umfasst. Gemäss der Vereinbarung zwischen den drei Parteien entfallen von den fünf Listenplätzen je zwei auf die SP und die Grünen sowie einer auf die MPS.

Gysin hält eine Verdoppelung der rot-grünen Vertretung in der Regierung für möglich, wenn auch schwierig, sofern es gelingt, die eigene Wählerschaft zu mobilisieren. Sie beschreibt ihre Kandidatur als Unterstützung für das progressive Lager, damit dieses wachsen und einen politischen Kurs vorschlagen kann, der sich von jenem der bisherigen Mehrheit unterscheidet. In der Regierung möchte sie sich sowohl für Umweltthemen als auch für sozioökonomische Fragen einsetzen.

Neben Gysin sind auch der SVP-Politiker Piero Marchesi und der FDP-Politiker Alex Farinelli amtierende Nationalräte, die für die Kantonsregierung kandidieren: Im April werden es insgesamt drei sein.

Dritte Kandidatur für die Regierung

Die 1983 in Locarno geborene Gysin war Koordinatorin der Jungen Grünen Schweiz und Gründerin der Jungen Grünen Tessin. Von 2007 bis 2015 sass sie im Grossen Rat, 2019 wurde sie in den Nationalrat gewählt – als erste Tessiner Vertreterin der Grünen, der dies gelang. Seit Mai präsidiert sie die Grüne Fraktion der Bundesversammlung.

Für 2027 ist es nicht ihre erste Kandidatur für die Kantonsregierung: Bereits 2007 und 2011 hatte sie kandidiert, damals traten SP und Grüne jedoch mit getrennten Listen an. Diesmal haben sich die beiden Parteien zusammen mit der MPS zu einer gemeinsamen Liste zusammengeschlossen.

Offen bleibt die Frage rund um Fabrizio Sirica. Der SP-Co-Präsident ist nach einem Fall von Geschwindigkeitsüberschreitung aus dem Rennen um die Regierung ausgestiegen. Innerhalb der rot-grünen Liste hat die MPS gefordert, dass Sirica auch aus dem Wahlkampf herausgehalten wird, damit der Vorfall nicht von den Gegnern ausgenutzt werden kann.

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