Wirtschaft Währung
Experten erwarten auch 2026 einen weiterhin starken Franken
Laut von AWP befragten Ökonomen dürfte die Schweizer Währung den Aufwärtstrend fortsetzen. Ein starker Franken bleibt eine Herausforderung für eine exportorientierte Wirtschaft, besonders mit steigenden Zöllen.
Laut den von der Nachrichtenagentur AWP befragten Experten dürfte der Schweizer Franken auch 2026 den in den letzten Jahren beobachteten Aufwärtstrend fortsetzen. Die Prognose kommt trotz des Schocks im Zusammenhang mit den US-Zöllen und den Folgen für die Schweizer Wirtschaft.
Zur Stützung eines starken Frankens werden mehrere Faktoren genannt. Dazu zählen politische Stabilität, hohe Überschüsse in der Leistungsbilanz und eine geringe Verschuldung. Die Experten verweisen auch auf eine als stark und hoch innovativ eingeschätzte Wirtschaft sowie auf eine sehr tiefe Inflation.
Im Rahmen der Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten wird auch die im Zollstreit mit Washington erzielte Einigung genannt. Laut dem Bericht konnte Bern dank dieser Einigung die Gefahr beseitigen, im Vergleich zu den Nachbarländern weniger wettbewerbsfähig zu sein.
Ein Faktor, der den Franken hingegen schwächen könnte, wäre die Wiedereinführung von Negativzinsen. In letzter Zeit haben Inflationsdaten sowie Unsicherheiten an den Finanzmärkten und auf politischer Ebene Spekulationen in diese Richtung befeuert. Die Schweizerische Nationalbank hat diese Möglichkeit jedoch umgehend dementiert.
Im Text wird zudem betont, dass Negativzinsen wichtige Nebenwirkungen haben, insbesondere für die Vorsorge. Die SNB will laut den Angaben diese Effekte vermeiden.
Die Stärke des Frankens wird als dauerhafte Herausforderung für die Schweizer Wirtschaft beschrieben, die exportorientiert ist. Thomas Heller, Chefökonom der Frankfurter Bankgesellschaft, warnt, die Lage sei „soprattutto in combinazione con l’aumento dei dazi doganali“ (besonders in Kombination mit steigenden Zöllen). Heller zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass die Schweizer Wirtschaft auch mit diesem Umfeld umgehen kann, und verweist auf Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Auswirkungen auf den Export
Die Prognose einer starken Währung steht in einem Umfeld, das Unternehmen, die ins Ausland verkaufen, weiter unter Druck setzt. Im Text werden keine spezifischen Branchen genannt. Im Fokus steht die allgemeine Frage der Wettbewerbsfähigkeit, die schwieriger zu halten sein kann, wenn sich die Währung aufwertet und wenn die Zollbarrieren zunehmen.
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