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Wirtschaft Rechtsstreitigkeiten

Sandoz zahlt fast 500 Millionen zur Beilegung von Klagen in den USA

Der Basler Pharmakonzern hat sich in Verfahren geeinigt, die seine Preispraktiken betreffen. Die Zahlung kommt US-Bundesstaaten, US-Territorien und Vermittlern zugute.

von Redazione 3. August 2026 2 Min. Lesezeit

Das Basler Unternehmen Sandoz hat sich bereit erklärt, rund 500 Millionen Dollar zu zahlen. Das entspricht zum aktuellen Wechselkurs 405 Millionen Franken. Damit sollen mehrere Rechtsstreitigkeiten in den USA beigelegt werden. Die Verfahren betreffen die Preispraktiken des Unternehmens. Dazu gehören Klagen einzelner Bundesstaaten und Sammelklagen.

Die Einigung beendet jedoch nicht die Einzelklagen von Personen oder Parteien, die sich gegen eine Teilnahme an den Sammelklagen entschieden haben.

Die Tochtergesellschaften Sandoz Inc. und Fougera Pharmaceuticals werden über einen Zeitraum von sieben Jahren 400 Millionen Dollar zahlen. Die Zahlungen beginnen im kommenden Jahr. Im Gegenzug verzichten 43 US-Bundesstaaten und -Territorien auf weitere rechtliche Schritte im Zusammenhang mit dem Fall.

Zu dieser Summe kommen rund 50 Millionen Dollar für Bundesstaaten hinzu, die mit Sandoz in derselben Angelegenheit bereits eine Vereinbarung getroffen hatten. Eine Gruppe von Vermittlern erhält zudem insgesamt 28,5 Millionen Dollar. Auch diese Zahlung ist mit dem Verzicht auf Gerichtsverfahren verbunden.

Sandoz, der weltweit grösste Hersteller von Generika, teilte mit, bereits Rückstellungen für die Beilegung der Rechtsstreitigkeiten gebildet zu haben. Nach Angaben des Unternehmens werden sich die im Rahmen der Vereinbarung vorgesehenen Zahlungen deshalb kurzfristig und mittelfristig nicht auf die künftigen Ergebnisse des Konzerns auswirken.

Die Vereinbarung betrifft die US-amerikanischen operativen Gesellschaften des multinationalen Konzerns mit Sitz in Basel. Der Fall reiht sich in die in den USA eingeleiteten rechtlichen Schritte zu den Preisbedingungen im Bereich der Generika ein.

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