Zum Inhalt
il Cantonale

Unabhängige digitale Zeitung der italienischen Schweiz

Kanton Mobilität

Tram-Bahn-Netz: Bauarbeiten beginnen Mitte Oktober

Ab Mitte Oktober beginnen die ersten Bauarbeiten am Tram-Bahn-Netz auf dem Abschnitt Bioggio-Manno. Das 760-Millionen-Franken-Projekt sieht einen Tunnel ins Stadtzentrum von Lugano vor und soll bis 2035 fertiggestellt werden.

von Redazione 7. September 2026 2 Min. Lesezeit Locarnese

Der Bau des Tram-Bahn-Netzes (Rete Tram-Treno) steht kurz vor dem Beginn. Am Montag haben die Projektverantwortlichen dies vor der Presse angekündigt.

In der zweiten Oktoberhälfte beginnen die ersten Bauarbeiten auf dem Abschnitt Bioggio-Manno, wo Stützmauern errichtet werden. In den ersten Monaten des kommenden Jahres werden die Arbeiten auf den Verbindungsschacht zum Bahnhof Besso und auf das Westportal des Tunnels von Breganzona bei der Crespera ausgeweitet.

Dies ist der erste Teil des Gesamtprojekts: ein über zwei Kilometer langer Tunnel, der die Strecke mit dem Stadtzentrum von Lugano verbindet.

Alberto Del Col, Direktor der Gesellschaft Rete Tram Treno, erklärte, dass die Baustellen sichtbar sein werden und die Bevölkerung informiert wird. Del Col sagte gegenüber der RSI, dass es bei Baustellen dieser Grösse wichtig sei, die Beziehung zu allen Beteiligten zu pflegen, auch zu den Behörden. Er fügte hinzu, dass die Bevölkerung künftig von den Vorteilen des Projekts profitieren werde, in der Zwischenzeit aber die Unannehmlichkeiten der Bauarbeiten zu spüren bekomme. Deshalb sei es richtig, sie über die Massnahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu informieren.

Die politische Seite

An der Pressekonferenz war keine politische Vertretung anwesend. Staatsrat Claudio Zali wurden vor kurzem die Zuständigkeiten für das Departement für Raumentwicklung entzogen; sie gingen an seinen Regierungskollegen Raffaele De Rosa über.

Diego Rodoni, Direktor der Abteilung Bauwesen des Departements für Raumentwicklung, stellte klar, dass diese Veränderungen keinen Einfluss auf das Projekt hatten. Das Genehmigungsverfahren wurde im Juni abgeschlossen, als das Bundesgericht der einzigen noch hängigen Beschwerde die aufschiebende Wirkung verweigerte. Seither wurden die technischen Arbeiten unabhängig von den politischen Vorgängen fortgesetzt.

Bisher wurden zehn Aufträge mit einem Gesamtvolumen von knapp 45 Millionen Franken vergeben. Die Gesamtkosten des Werks bleiben bei 760 Millionen Franken. Auch der Zeitplan ändert sich nicht: Das Ziel ist, das Werk 2035 zu übergeben.

Kommentare

Keine Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare. Deine Stimme kann die erste sein.

Kommentar schreiben