Wirtschaft Weltweite Logistik
Klaus-Michael Kühne, Mehrheitsaktionär von Kühne+Nagel, stirbt mit 89 Jahren
Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne, Mehrheitsaktionär des Logistikkonzerns Kühne+Nagel mit Sitz im Kanton Schwyz, ist in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 89 Jahren gestorben. Er war 1958 im Alter von 21 Jahren in das Familienunternehmen eingetreten.
Der Milliardär und Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 89 Jahren gestorben. Er war Mehrheitsaktionär von Kühne+Nagel, dem Logistikkonzern mit Sitz in Schindellegi im Kanton Schwyz. Die Quelle nennt keine näheren Umstände des Todes.
Kühne war 1958 im Alter von 21 Jahren in das Familienunternehmen eingetreten. Er durchlief sämtliche Stufen der internen Hierarchie und wurde 1966 Präsident der Kühne+Nagel Speditions-Aktiengesellschaft. 1975 übernahm er die operative Führung als Vorsitzender der Geschäftsleitung der Kühne+Nagel International. Von 1992 bis 2011 präsidierte er den Verwaltungsrat. Seither trug er den Titel Ehrenpräsident des Unternehmens.
Ein globaler Konzern
Unter seiner mehr als fünfzig Jahre dauernden Führung wuchs Kühne+Nagel zu einem der grössten Logistikkonzerne der Welt heran. Heute beschäftigt das Unternehmen 88'000 Personen in rund hundert Ländern - eine Zahl, die das Gewicht misst, das der Konzern auf den internationalen Frachtmärkten erreicht hat.
Konzernpräsident Jörg Wolle kommentierte den Tod mit den Worten "un visionario, un grande imprenditore e una personalità straordinaria" ("ein Visionär, ein grosser Unternehmer und eine aussergewöhnliche Persönlichkeit"). CEO Stefan Paul sagte, Kühne "incarnava come nessun altro la logistica e il commercio internazionale" ("verkörperte wie kein anderer die Logistik und den internationalen Handel").
Kühnes Werdegang - vom Mitarbeiter des Familienunternehmens zum Eigentümer eines weltweit tätigen Konzerns - betrifft eine Branche, die internationale Logistik, die direkt an die Entwicklung des Welthandels gekoppelt und damit deren Zyklen sowie dem Wettbewerb zwischen den Anbietern ausgesetzt ist. Die lange Zeit an der Spitze, zunächst operativ und danach als Verwaltungsratspräsident, fiel mit den Phasen der stärksten Expansion des Konzerns zusammen.
Mit seinem Tod endet eine Ära für ein Unternehmen, dessen Führung seit dem Rückzug Kühnes aus dem operativen Präsidium im Jahr 2011 bereits seit Jahren in anderen Händen liegt. Offen ist die Frage, wie seine Mehrheitsbeteiligung künftig verwaltet wird - ein Thema, das nicht nur die Familie Kühne betrifft, sondern auch die 88'000 Beschäftigten des Konzerns, der in rund hundert Ländern tätig ist.
Bilder und Videos
Kommentare
Es gibt noch keine Kommentare. Deine Stimme kann die erste sein.