Schweiz Öffentliche Gesundheit
Basel: Legionellose-Ausbruch beendet, Quelle waren zwei Rückkühlwerke
Die DNA-Sequenzierung bestätigte den Zusammenhang zwischen den Proben aus den Anlagen und jenen der Patientinnen und Patienten. Die Bilanz des Ausbruchs umfasst 28 Fälle und einen Todesfall.
Der Ende Juli in Basel-Stadt ausgebrochene Legionellose-Ausbruch ist beendet. Das teilte das kantonale Gesundheitsdepartement am Donnerstag mit. Seit mehr als einer Woche werden keine neuen Fälle mehr registriert. Nur noch eine Person befindet sich im Spital und benötigt keine Intensivpflege.
Die Gesamtbilanz des Ausbruchs beläuft sich auf 28 Erkrankungen und einen Todesfall. Die erste öffentliche Mitteilung war am 3. August erfolgt.
Die beiden Türme waren der Ursprung
Die von Beginn weg geäusserte Vermutung, zwei Rückkühlwerke seien der Ursprung der Ansteckungen, wurde wissenschaftlich bestätigt. Das Kantonslabor arbeitete mit dem Universitätsspital Basel an der DNA-Sequenzierung der Proben. Die Fachleute verglichen das Erbgut der Bakterien aus den inzwischen ausser Betrieb gesetzten Anlagen mit jenem der erkrankten Personen.
Der Vergleich zeigte, dass die richtige Quelle gefunden und beseitigt wurde. Die Behörden analysieren weiterhin die Proben aus den Wohnungen der Erkrankten und werden bei Bedarf zusätzliche Massnahmen anordnen. Bisher ergab sich kein Zusammenhang zwischen dem Duschwasser in den untersuchten Wohnungen und dem Ausbruch.
Die Legionellose ist in erster Linie eine Erkrankung der Atemwege. Sie wird durch Bakterien der Gattung Legionella verursacht, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. Diese Keime vermehren sich vor allem bei Temperaturen zwischen rund 25 und 45 Grad sowie bei längerem Stillstand des Wassers in Warmwasseranlagen oder anderen wasserführenden Infrastrukturen. Die Ansteckung erfolgt durch das Einatmen feinster Wassertröpfchen mit solchen Keimen, etwa aus der Dusche. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt es nicht, und auch das Trinken von belastetem Wasser führt nicht zu einer Infektion.
Der Basler Fall fügt sich in eine langfristige Entwicklung ein. Laut dem Bundesamt für Gesundheit nehmen die Meldungen von Legionellose in der Schweiz seit 2001 zu. Für 2025 erfasste das Amt 529 wahrscheinliche und bestätigte Fälle.
Rückkühlwerke sind in Verwaltungs- und Industriegebäuden verbreitet, und ihre Zahl dürfte mit den steigenden Sommertemperaturen wachsen. Die Basler Bestätigung zeigt, wo die Kontrollen anzusetzen haben.
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