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Welt Mücken und Technologie

Der chinesische Laser, der Mücken im Sekundentakt beseitigen soll

Ein Start-up aus Changzhou hat ein Lasergerät entwickelt, das bis zu dreissig Mücken pro Sekunde treffen soll. Das Projekt hat auf Indiegogo 2,7 Millionen Dollar gesammelt, wurde aber noch nicht unabhängig getestet.

von Redazione 9. August 2026 2 Min. Lesezeit

Ein chinesisches Start-up, Photon Matrix Lab mit Sitz in Changzhou in der Provinz Jiangsu, hat ein Gerät entwickelt, das Mücken mit einem Laser beseitigen soll, ohne Chemikalien einzusetzen. Das Produkt namens Photon Matrix soll laut dem Unternehmen bis zu dreissig Mücken pro Sekunde erkennen und treffen.

Das Projekt hat auf Indiegogo 2,7 Millionen Dollar gesammelt, weit mehr als das ursprüngliche Ziel von zwanzigtausend Dollar, und mehr als viertausend Unterstützerinnen und Unterstützer aus über fünfzig Ländern angezogen.

Die Funktionsweise beruht auf einem LiDAR-Sensor, der die Umgebung abtastet und Position, Distanz, Winkel und Grösse der erfassten Objekte berechnet. Laut dem Unternehmen erkennt das System eine Mücke innert drei Millisekunden; ein zweiter Laserstrahl soll sie anschliessend im Flug ausschalten. Die Software ist so programmiert, dass sie nicht auslöst, wenn sich Personen, Haustiere oder andere grössere Objekte auf der Flugbahn befinden. Die Zielgeschwindigkeit ist auf etwa einen Meter pro Sekunde begrenzt: genug, um Mücken zu verfolgen, laut den Entwicklern aber zu langsam für schnellere Insekten wie Fliegen.

Es sind zwei Versionen vorgesehen. Das Basismodell deckt einen Radius von etwa drei Metern bei einem Scanwinkel von neunzig Grad ab, die Pro-Version erreicht sechs Meter. Beide sollen wasserdicht sein, drinnen und draussen einsetzbar und über eine Powerbank mit Strom versorgt werden können. Während der Crowdfunding-Kampagne lag der Aktionspreis bei 468 Dollar für das Basismodell und 668 Dollar für die Pro-Version.

Das Unternehmen führt die Machbarkeit des Projekts auf das Produktionsnetzwerk von Changzhou zurück, wo Lieferanten von Lasern, Sensoren und Elektronikkomponenten komplexe Prototypen in kurzer Zeit realisieren können.

Zertifizierungen und Tests stehen noch aus

Die für Anfang Sommer geplante Massenproduktion wurde wegen Schwierigkeiten bei der Kalibrierung der Sensoren auf August verschoben. Bevor das Gerät auf den Markt kommt, muss es Sicherheitszertifizierungen wie die CE-Kennzeichnung in Europa erhalten und die in den USA vorgeschriebenen Verfahren für Laserprodukte für Konsumentinnen und Konsumenten durchlaufen.

Bisher gibt es keine unabhängigen Tests, welche die Erkennungsgeschwindigkeit, die Treffergenauigkeit oder die Zuverlässigkeit der Sicherheitssysteme bestätigen. Photon Matrix bleibt somit ein Projekt in der Entwicklungsphase, dessen angekündigte Leistungen noch nicht in der Praxis überprüft wurden.

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