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Kanton Chronik

Tessiner Geologe in der Zentralafrikanischen Republik getötet

Der Mann wurde am Donnerstag nahe dem Dorf Gbango-Carrière nördlich von Bangui entführt und anschliessend getötet. Die zentralafrikanische Staatsanwaltschaft bestätigte am Montag seine Identität und eröffnete eine Untersuchung.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Der am Donnerstag in der Zentralafrikanischen Republik getötete Geologe stammte aus dem Tessin. Die Identität wurde am Montag von der örtlichen Staatsanwaltschaft bestätigt.

Der Überfall ereignete sich in der Nähe des Dorfes Gbango-Carrière, 55 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bangui. Am Abend entführten unbekannte Männer den Geologen zusammen mit einem einheimischen Minenarbeiter. Beide wurden anschliessend getötet. Bei dem Angriff wurde auch ein Feldweibel der zentralafrikanischen Armee verschleppt.

Ein Kollege berichtete, der Geologe habe gerade das Gelände verlassen, als er den Angreifern in die Hände fiel.

Zwanzig Jahre in der Rohstoffexploration

Der Mann arbeitete seit zwanzig Jahren in der Exploration mineralischer Rohstoffe in verschiedenen Teilen der Welt. In Brasilien hatte er zur Entdeckung einer bedeutenden Goldlagerstätte beigetragen. Danach war er in Angola, an der Elfenbeinküste, in Mali und in Südafrika tätig.

Im vergangenen Jahr leitete er die Exploration für ein Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das in der Goldgewinnung und in der Suche nach mineralischen Rohstoffen tätig ist.

Die zentralafrikanische Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet. Keine bewaffnete Gruppe der Region hat den Angriff für sich beansprucht, und die Gründe für die Tat sind noch unklar. Die Bestätigung der Identität erfolgte vier Tage nach dem Überfall. Die Behörden haben nicht angegeben, was mit dem beim Angriff verschleppten Unteroffizier geschehen ist.

Das Gebiet nördlich von Bangui beherbergt handwerklichen und industriellen Bergbau. Die Unklarheit über das Motiv lässt mehrere Erklärungen offen, von einer Entführung zur Erpressung von Lösegeld bis zu einem Konflikt im Zusammenhang mit dem Bergbau.

Die Rohstoffexploration bringt längere Aufenthalte an abgelegenen Standorten mit sich, oft weit entfernt von Siedlungen und Sicherheitsposten. Im vorliegenden Fall liegt der Ort des Überfalls wenige Dutzend Kilometer von der Hauptstadt entfernt.

Für das Tessin bedeutet dies den Tod eines Fachmanns aus einer Branche, die Schweizer Techniker häufig in instabile Gebiete führt. Die verfügbaren Angaben stammen derzeit von den zentralafrikanischen Behörden.

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