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il Cantonale

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Kanton Cybersicherheit

Datendiebstahl bei Fahrzeughaltern betrifft auch den Kanton Tessin

Ein automatisierter Angriff hat es ermöglicht, in grossem Umfang Kontrollschilder, Namen und Adressen von Fahrzeughaltern zu sammeln, auch im Kanton Tessin. Der Kanton hat Strafanzeige erstattet und will kein Lösegeld zahlen.

von Redazione 4. September 2026 2 Min. Lesezeit

Auch der Kanton Tessin ist von der automatisierten Sammlung öffentlicher Daten zu Fahrzeughaltern betroffen, demselben Vorfall, der in den vergangenen Tagen bereits von anderen Schweizer Kantonen gemeldet wurde. Die Tessiner Behörden präzisieren, dass es sich nicht um ein Eindringen in die kantonalen Informatiksysteme handelte: Die gesammelten Daten waren bereits über einen Online-Dienst öffentlich zugänglich.

Zu den erbeuteten Daten gehören die Kontrollschildnummer, der Name und die Adresse der Fahrzeughalter. Nicht betroffen sind Personen, die beantragt hatten, ihre Angaben nicht öffentlich zu machen.

Wer den Angriff durchführte, nutzte das Formular, mit dem online der Halter eines Fahrzeugs anhand des Kontrollschilds gesucht werden kann. Das für einzelne Abfragen gedachte Formular wurde automatisiert sehr häufig abgefragt, wobei die Mechanismen umgangen wurden, die die Anzahl der Anfragen begrenzen und eine Datensammlung im grossen Stil verhindern sollen.

Das kantonale Strassenverkehrsamt reagierte bereits in der vergangenen Woche und nahm Kontakt mit dem Dienstanbieter sowie den Verwaltungen der anderen betroffenen Kantone auf. Sobald bestätigt war, dass der Angriff auch Tessiner Daten betraf, erstattete das Institutionendepartement über das Strassenverkehrsamt Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Kein Lösegeld, Vorsicht vor Betrug

Vorsorglich hat der Kanton die Online-Seite "Elenco targhe Cantone Ticino" deaktiviert. Wie die anderen betroffenen Verwaltungen schliesst auch der Kanton Tessin aus, ein allfälliges Lösegeld zu zahlen: Die Summe würde die Löschung der Daten nicht garantieren, die Angreifer finanzieren und weitere ähnliche Vorfälle begünstigen.

Die Behörden fordern die Bevölkerung auf, unerwarteten Briefen, E-Mails oder SMS zu misstrauen, die dringende Zahlungen oder persönliche und finanzielle Daten verlangen, etwa unter dem Vorwand von Bussen, Verkehrsabgaben, technischen Kontrollen oder ausländischen Strassengebühren. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, sich über die offiziellen Kanäle an die zuständige Behörde zu wenden, statt die in der verdächtigen Mitteilung angegebenen Kontaktdaten zu nutzen.

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