Kanton Prozess wegen versuchten Mordes
Neun Jahre Haft gefordert für Ex-Gemeinderat Bernardi aus Bissone
Die Staatsanwaltschaft hat für Vladimiro Bernardi, den ehemaligen Gemeinderat von Bissone, im Prozess in Lugano wegen versuchten Mordes neun Jahre Haft gefordert. Der Mann wird beschuldigt, seinen Mieter angegriffen und dessen Garage in Brand gesteckt zu haben, weil dieser Mietzinsen schuldig geblieben war.

Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat für Vladimiro Bernardi, den ehemaligen Gemeinderat von Bissone, eine Freiheitsstrafe von neun Jahren gefordert. Der Mann befindet sich nach wie vor in Haft. Der Prozess gegen ihn hat am Donnerstag vor dem Gericht in Lugano begonnen.
Bernardi wird versuchter Mord vorgeworfen. Das mutmassliche Opfer ist ein Mieter von ihm, der ihm mehrere Mietzinsen schuldig geblieben war. Laut Staatsanwaltschaft soll der ehemalige Gemeinderat ihm im vergangenen November aufgelauert und ihn angegriffen haben. Einige Tage später soll Bernardi laut Anklage die Garage des Mieters in Brand gesteckt haben.
Dem ehemaligen Mitglied der Gemeindeexekutive von Bissone, einer Gemeinde im Mendrisiotto, wird zudem ein Anklagepunkt wegen übler Nachrede vorgeworfen. Die inkriminierten Äusserungen sollen sich gegen den Gemeindepräsidenten Andreino Incerti gerichtet haben.
Die Verteidigungslinie
Die Anwältin von Bernardi will für ihren Mandanten einen Freispruch von allen Anklagepunkten der Staatsanwaltschaft fordern. Das Urteil des Gerichts könnte bereits am Freitag fallen.
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