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Schweiz Rechenzentren

Nach der Räumung ziehen die Gegner des Beringer Datenzentrums nach Deutschland

Das Kollektiv Aufstände der Allmende verlegt sich nach dem Einsatz der Zürcher Polizei in Benken nach Tengen. Es kritisiert den Strom- und Wasserverbrauch der Anlage.

von Brenno 10. August 2026 2 Min. Lesezeit

Die Aktivistinnen und Aktivisten, die gegen den Bau des neuen grossen Rechenzentrums in Beringen im Kanton Schaffhausen protestieren, haben ihre Mobilisierung über die Grenze verlegt. Die Gruppe Aufstände der Allmende kündigte den Umzug nach Tengen an, einen deutschen Ort unweit der Grenze, nachdem ihr Lager geräumt worden war.

Der Protest war auf eine Woche angelegt. Die Gemeinde Beringen verbot jedoch das Campieren, und die Ersatzstruktur im nahen Benken im Kanton Zürich wurde am Vorabend von der Zürcher Kantonspolizei geräumt. Die Aktivistinnen und Aktivisten bezeichneten den Einsatz als Angriff der Polizei. Nach der Räumung wichen sie vorübergehend in einen Konferenzsaal in der Stadt Schaffhausen aus, bevor sie den Wechsel nach Deutschland bekannt gaben.

Die Begründung für den Umzug ist eher politisch als logistisch. «Der Widerstand gegen Big Tech muss grenzüberschreitenden Charakter haben: Die wachsende Mobilisierung gegen Rechenzentren lässt sich durch Einschüchterungsversuche nicht aufhalten», erklärte die Gruppe.

Strom und Wasser

Am Vortag hatte das Kollektiv eine Medienkonferenz auf dem Areal des Data Center ZUR2 abgehalten. Aufstände der Allmende sieht im Beringer Projekt ein Beispiel für die weltweite Ausbreitung der künstlichen Intelligenz.

Die Kritik betrifft vor allem zwei Ressourcen. Nach Angaben der Gruppe wird das Rechenzentrum fast so viel Strom verbrauchen wie der gesamte Kanton Schaffhausen. Der zusätzliche Verbrauch von rund 55'000 Kubikmetern Wasser pro Jahr drohe zudem, ebenfalls laut den Aktivistinnen und Aktivisten, in der ganzen Klettgau-Region eine Wasserknappheit auszulösen. Die Anlage wird als Beschleuniger der Klimakrise beschrieben.

Es sind Zahlen und Einschätzungen der Projektgegner. Sie zeigen aber, worum die Auseinandersetzung geführt wird: nicht um die Infrastruktur als solche, sondern um die Buchhaltung der Ressourcen, die sie beansprucht, und um die Verteilung zwischen jenen, die daraus Erträge ziehen, und jenen, die in der Region leben, die sie liefert.

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