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Wirtschaft Arbeit

Ehemalige Bally-Angestellte warten seit zwei Monaten auf ihren Lohn

Die Beschäftigten der im Mai geschlossenen Geschäfte sollten während der dreimonatigen Kündigungsfrist weiterbezahlt werden. Ein ehemaliger Angestellter der Lausanner Filiale berichtet, seit zwei Monaten keinen Lohn erhalten zu haben.

von Redazione 3. August 2026 2 Min. Lesezeit

Einige ehemalige Angestellte der Bally-Geschäfte warten seit zwei Monaten auf ihren Lohn. Die historischen Filialen der Schuhmarke schlossen im Mai, das Personal wurde entlassen. Laut einem Bericht von 20 Minuten war den Beschäftigten die Lohnfortzahlung während der üblichen Kündigungsfrist von drei Monaten zugesichert worden.

Mitte Juni wurde die Lage komplizierter. Ein Tessiner Gericht blockierte ein Geschäft im Zusammenhang mit dem Verkauf der Marke an die US-Gruppe Regent LP. Es bestand die Sorge, das Unternehmen könnte zu einem tieferen Preis an eine Gesellschaft verkauft werden, die mit derselben Gruppe verbunden ist. Bally wurde deshalb unter Nachlassstundung gestellt, um einen Konkurs zu verhindern.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Lausanner Filiale sagte gegenüber 20 Minuten, er habe nun den zweiten Monat ohne Lohn hinter sich. Sein Gehalt hätte bis Ende August weiterbezahlt werden sollen. Nach den ihm erteilten Informationen seien die Konten des Unternehmens gesperrt. Arbeitslosenentschädigung komme nicht infrage, solange die rechtliche Lage des Nachlassverfahrens ungeklärt sei.

Die Generaldirektion für Arbeit und Arbeitsmarkt des Kantons Waadt erklärte, Bally sei nicht insolvent. Das Unternehmen müsse die Löhne weiterhin bezahlen. Bleibe die Zahlung aus, müssten die Beschäftigten die notwendigen Schritte einleiten, um ihre Ansprüche geltend zu machen.

Gwenolé Scuiller, Gewerkschaftssekretär bei Unia, rät den Betroffenen, Bally formell in Verzug zu setzen. Reagiere das Unternehmen nicht, könnten sie den Vertrag aus wichtigen Gründen fristlos auflösen. Er empfiehlt zudem Unterstützung durch eine Gewerkschaft oder einen Rechtsschutz. Die Pressestelle von Bally beantwortete die Anfrage der Zeitung nicht.

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