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Wirtschaft Baugewerbe

Vier Unternehmen des Maggiatals schliessen sich zu einer Holding zusammen

Vedova Trasporti, Demartini&Moretti, Mignami und Campana gehen in der VDM Holding SA auf, die ab dem 1. Januar 2027 operativ ist. Die Operation erhält rund hundert Arbeitsplätze im Tal.

von Gottardo 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Vier Bauunternehmen des Maggiatals haben beschlossen, sich unter einer einzigen Eigentümerschaft zusammenzuschliessen. Die Vereinbarung zur Gründung der VDM Holding SA wurde am Freitag unterzeichnet und wird am 1. Januar 2027 operativ.

Zur neuen Struktur gehören Vedova Trasporti SA aus Lavizzara, Demartini&Moretti SA aus Brontallo, Mignami SA aus Cevio und Campana SA aus Riveo. Gründungspartner sind Daniele Vedova, Simone Vedova, Marzio Demartini und Alessio Moretti. Zusammen bringen die vier Firmen über 250 Jahre Tätigkeit mit und beschäftigen rund hundert Personen, davon etwa dreissig allein bei Mignami.

Am Ursprung der Operation steht ein Nachfolgeproblem. Die seit neunzig Jahren tätige Fratelli Campana SA stand ohne Führungsnachfolge da und war von der Schliessung bedroht. Daniele Vedova wies darauf hin, dass ohne Lösung rund fünfzehn Familien ihre Einkommensquelle verloren hätten.

Konsolidierung ohne Verlust der Firmenschilder

Das gewählte Modell sieht keine Verschmelzung der Marken vor. Jedes Unternehmen behält seinen Namen, seine Traditionen und seine Werte, während die Holding die Eigentümerschaft bündelt. Diese Formel senkt die Strukturkosten, ohne die über Jahre aufgebauten Geschäftsbeziehungen zu zerstreuen.

Marzio Demartini beschrieb den Schritt als Akt der Verantwortung gegenüber der Region. Der Gemeindepräsident von Lavizzara, Gabriele Dazio, sprach von einem starken Signal für das gesamte Gebiet. Der Gemeindepräsident von Maggia, Andrea Sartori, hob die Erhaltung der Arbeitsplätze und die soziale Kontinuität in einem abwandernden Randgebiet hervor.

Betroffen ist eine Branche, die in den Tälern auf lokale Firmen angewiesen ist, die rasch eingreifen können. Die Entfernung zu den Zentren macht es schwierig, ein schliessendes Unternehmen durch auswärtige Anbieter zu ersetzen.

Der Fall zeigt zudem eine bekannte Schwäche des Tessiner Wirtschaftsgefüges. Viele kleine Familienbetriebe erreichen den Generationenwechsel ohne rechtzeitig vorbereitete Lösung, und die Kontinuität hängt dann von der Bereitschaft anderer Unternehmer desselben Tals ab.

Offen bleibt, wie die neue Struktur Kosten und Wettbewerb bei Ausschreibungen handhaben wird. Die Konsolidierung verringert die Zahl unabhängiger Anbieter in einem ohnehin engen Markt, und die Wirkung auf die Preise wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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