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Wirtschaft Aufsicht

UBS in den Vereinigten Staaten mit 125 Millionen Dollar gebüsst

Die Sanktion von FinCEN betrifft verspätete Meldungen verdächtiger Transaktionen zwischen 2019 und 2023. Es ist die schwerste Busse, die je einem Finanzintermediär wegen Verstössen gegen den Bank Secrecy Act auferlegt wurde.

von Gottardo 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

UBS Financial Services ist von FinCEN, der US-Finanzaufklärungseinheit zur Bekämpfung der Geldwäscherei, mit einer Busse von 125 Millionen Dollar belegt worden. Es ist die schwerste Sanktion, die je einem Finanzintermediär wegen Verstössen gegen den Bank Secrecy Act auferlegt wurde.

Nach Angaben der Behörden, zu denen auch die SEC gehört, hat die Bank zwischen 2019 und 2023 wiederholt versäumt, verdächtige Transaktionen rechtzeitig zu melden. Im Verfahren wurde UBS ausdrücklich als Wiederholungstäterin eingestuft.

Der Preis einer nicht erfüllten Pflicht

Die Zahl ist neben den jüngsten Ergebnissen zu lesen. Im zweiten Quartal wies die Bank einen Reingewinn von 2,8 Milliarden Dollar aus und strebt über die Integration der Credit Suisse Wachstum in der US-Vermögensverwaltung an.

Gemessen an diesen Zahlen fällt die Busse gering aus. Wesentlich ist jedoch nicht der Betrag, sondern die Einstufung als Wiederholungstäterin, die das Verhältnis zu den Behörden belastet, gerade während die Bank Spielraum für die Expansion in diesem Markt verlangt.

Meldungen verdächtiger Transaktionen sind eine Verfahrenspflicht und kein Schuldurteil. Ihre Einhaltung erfordert interne Systeme und eigenes Personal, also Kosten, die auf die Erfolgsrechnung drücken, bevor sie sichtbaren Nutzen bringen.

Bussen dieser Art zeigen die Rechnung der gegenteiligen Wahl. Die Ersparnis aus aufgeschobenen Investitionen in die Kontrollen verwandelt sich in eine spätere Auslage, begleitet von einer schwächeren Position in den Verhandlungen mit der Aufsicht.

Für die Aktionärinnen und Aktionäre erschöpft sich der Preis nicht in der bezahlten Summe. Er umfasst auch die von den Verfahren beanspruchte Zeit der Geschäftsleitung und die Auflagen, welche die Behörden künftigen Geschäften machen können.

Der Fall betrifft den Schweizer Finanzplatz unmittelbar, dessen wichtigste Akteurin UBS nach der Übernahme der Credit Suisse ist. Der auf der Verlässlichkeit der Regeln aufgebaute Ruf wiegt so viel wie die Fähigkeit, sie in den Märkten anzuwenden, in denen die Gruppe tätig ist.

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