Welt Extremwetter
Taifun Dolphin, rote Warnstufe in China: fast 1’400 Flüge in Shanghai gestrichen
Der Sturm dürfte zwischen heute Abend und morgen früh in der Provinz Zhejiang oder in Fujian auf Land treffen. Evakuierungen in den Risikogebieten, sieben Leichtverletzte in Okinawa und eingestellte Fährverbindungen in Taiwan.
Die Ostküste Chinas bereitet sich auf das Eintreffen des Taifuns Dolphin vor. Das nationale Meteorologiezentrum hat die rote Taifunwarnung ausgerufen, die höchste Stufe der Warnskala, und in den Gebieten, die im Zugweg des Sturms liegen, haben die Behörden Evakuierungen angeordnet. Auf seinem Weg hat der Taifun bereits Verletzte und Stromausfälle in Japan hinterlassen, dazu kommen erhebliche Störungen im Flug- und Schiffsverkehr in Taiwan und auf dem chinesischen Festland.
Den Prognosen zufolge dürfte Dolphin zwischen dem späten Abend des heutigen 9. August und den frühen Morgenstunden von morgen auf Land treffen. Erwartet wird der Landgang in der Provinz Zhejiang oder in der benachbarten Provinz Fujian, ohne dass sich der genaue Ort des Aufpralls derzeit bestimmen liesse. Die grössten Befürchtungen gelten Zhejiang: Für die zentralen und östlichen Teile der Provinz sagen die Meteorologen aussergewöhnliche, sintflutartige Regenfälle voraus.
Die Folgen für den Flugverkehr sind bereits gravierend. Laut dem Sender CCTV wurden allein am heutigen Morgen fast 1’400 Flüge von und zu den beiden wichtigsten Passagierflughäfen Shanghais gestrichen.
Die Schäden in Okinawa und Taiwan
In den vergangenen Tagen hatte der Sturm die japanische Inselgruppe Okinawa mit intensiven Regenfällen und heftigen Winden getroffen. Sieben Personen wurden leicht verletzt. Unter ihnen ist auch ein über hundertjähriger Mann: Von den Böen erfasst, stürzte er und verletzte sich am Kopf.
Das Unwetter setzte auch das Stromnetz der Inselgruppe unter Druck. Am heutigen Nachmittag waren noch 5’290 Familien ohne Strom.
Beeinträchtigungen gab es auch in Taiwan, wo die starken Regenfälle und Windböen die Behörden zwangen, Dutzende Fährverbindungen einzustellen. Zudem wurden auf der Insel über 180 Flüge gestrichen.
In den kommenden Stunden richtet sich die Aufmerksamkeit somit auf das chinesische Festland, wo der Taifun mit seiner Last aus Regen und Wind erwartet wird.
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