Welt Unwetter
Zwei Tote im Bierzo, Spanien bleibt wegen der Dana in Alarmbereitschaft
Ein Wolkenbruch hat die Comarca Bierzo in der Provinz León überschwemmt. Dreizehn Provinzen bleiben wegen neuer Starkregen in Alarmbereitschaft.
Ein isoliertes Höhentief, in Spanien Dana genannt, ist über die Iberische Halbinsel und die Balearen gezogen. Die vorläufige Bilanz lautet zwei Tote und fünf Verletzte.
Die beiden Opfer sind Frauen von rund sechzig Jahren. Sie wurden im Keller eines Hauses in Manzanedo de Valdueza in der Comarca Bierzo eingeschlossen, der sich innert weniger Minuten mit Wasser und Schlamm füllte. Unter den fünf Verletzten sind ein drei Monate altes Mädchen und ein vierjähriger Junge. Vier Personen wurden ins Spital von Ponferrada eingeliefert, das drei Trauertage ausgerufen hat.
Das Hochwasser traf vor allem die Ortsteile San Clemente und Nouzas. Das Wasser beschädigte Strassen, Brücken und Wohnhäuser, drang in das Gemeindehaus ein und riss Bäume um. In den Stunden danach arbeiteten die Einsatzkräfte des Zivilschutzes an der Wiederherstellung der Strassenverbindungen, die an mehreren Stellen von Rutschungen unterbrochen waren.
Rekordregen in fünfunddreissig Minuten
An der Ostküste des Landes trat das Phänomen mit derselben Wucht auf. In Bejís in der Provinz Castellón fielen 186 Liter Regen pro Quadratmeter, davon 126 innerhalb einer einzigen Stunde. Diese Menge entspricht dort mehreren Monaten gewöhnlichen Niederschlags.
Der nationale Wetterdienst Aemet hielt die Warnung vor neuen Starkregen für dreizehn Provinzen aufrecht: Castellón, Teruel, Barcelona, Girona, Burgos, León, Palencia, Soria, La Rioja, Jaén, Granada, Lleida und Tarragona. Das Hauptrisiko ist nicht die Gesamtmenge des Regens, sondern seine Konzentration auf kurze Zeit über Böden, die durch Wochen der Trockenheit undurchlässig geworden sind.
Danas entstehen, wenn sich eine kalte Luftmasse in der Höhe über dem westlichen Mittelmeer absondert und auf sehr warmes Oberflächenwasser trifft. Es ist ein typisches Phänomen des spanischen Spätsommers, das in den letzten Jahren immer stärker konzentrierte Ereignisse hervorgebracht hat. Die Erinnerung an das Hochwasser, das 2024 die Provinz Valencia getroffen hatte, lastet weiterhin auf dem Umgang mit den Warnungen. Diesmal verschickten die Behörden die Notfallmeldungen auf die Mobiltelefone, bevor der Regen einsetzte.
Kommentare
Es gibt noch keine Kommentare. Deine Stimme kann die erste sein.