Welt Künstliche Intelligenz
Zuckerberg: Die USA und ihre Verbündeten sollen die Open-Source-KI führen
In einem offenen Brief verteidigt der Meta-Chef offene Modelle als Damm gegen die Zentralisierung. Am selben Tag veröffentlichte das Unternehmen Muse Glimmer und Muse Spark 1.2.
Mark Zuckerberg fordert, dass «die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten das Ökosystem der Open-Source-KI anführen». Der Satz steht in einem offenen Brief mit dem Titel «The Future is for Everyone: The Path to a Positive AI Future».
Am selben Tag hat Meta zwei neue Modelle veröffentlicht, Muse Glimmer und Muse Spark 1.2, beide als Open Source. Es ist eine strategische Entscheidung, die dem Vorgehen der chinesischen Konkurrenz folgt.
Das zentrale Argument des Briefes betrifft die Struktur des Marktes. Für Zuckerberg ist «Open Source eine positive und wichtige Kraft, um die Menschen zu stärken und die Zentralisierung zu verhindern, die sowohl der Sicherheit als auch der Wirtschaft schadet». Die Konzentration erscheint damit nicht nur als technisches Risiko, sondern als wirtschaftliches Problem.
Zum weiteren Verlauf spricht der Meta-Chef von Superintelligenz. Er beschreibt sie als «eine der wichtigsten Technologien der Geschichte», mit Chancen und Herausforderungen, die alles bisher Erlebte übertreffen könnten.
Drei Grundsätze
Für diese Entwicklung schlägt der Brief drei Grundsätze vor. Der erste sieht in der Stärkung des Einzelnen die Quelle des Wohlstands. Der zweite bestimmt die Erfindung als Hauptzweck der Superintelligenz. Der dritte macht das Gleichgewicht der Kräfte zur Grundlage der Sicherheit. Die Superintelligenz breit zu verteilen, argumentiert Zuckerberg, sei der Schlüssel, um Einzelne zu befähigen.
Der Text lässt mehrere Fragen offen. Er sagt nicht, wer die Kosten der gratis abgegebenen Modelle tragen soll, und auch nicht, wie sich die Forderung nach einer amerikanischen Führung mit einem Ökosystem verträgt, das definitionsgemäss jede und jeder nutzen, kopieren und verändern kann. Offen bleiben ebenso die Folgen für den Wettbewerb: Wer seine Modelle öffnet, senkt die Eintrittshürden für neue Anbieter, kann damit aber zugleich die eigene Stellung festigen und den Standard setzen.
Kommentare
Es gibt noch keine Kommentare. Deine Stimme kann die erste sein.