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Kanton Gerichtschronik

Melide: Tod im See steht im Zusammenhang mit Alkohol und Benzodiazepinen

Die Tessiner Staatsanwaltschaft bestätigt, dass die 52-Jährige, die am 18. August leblos im Ceresio-See bei Melide gefunden wurde, an den akuten Folgen des Ertrinkens gestorben ist. Die toxikologischen Untersuchungen ergaben einen sehr hohen Blutalkoholwert zusammen mit Benzodiazepinen – eine Kombination, die Wachsamkeit und Koordination erheblich beeinträchtigt haben könnte.

von Redazione 4. September 2026 2 Min. Lesezeit Luganese

In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung hat die Tessiner Staatsanwaltschaft die Ergebnisse der weiteren Untersuchungen zum Tod der 52-jährigen Frau bekanntgegeben, die am 18. August leblos im Ceresio-See bei Melide aufgefunden worden war. Den Abklärungen zufolge dürfte der Tod durch eine Erstickung infolge Ertrinkens verursacht worden sein.

Die toxikologischen Analysen ergaben einen sehr hohen Blutalkoholwert, verbunden mit dem gleichzeitigen Vorhandensein von Benzodiazepinen in therapeutischer oder unterschwelliger Konzentration. Laut Staatsanwaltschaft könnte die gemeinsame Wirkung der beiden Substanzen die Aufmerksamkeit, die Reflexe und die Klarheit der Frau erheblich beeinträchtigt haben. Dies könnte den Sturz ins Wasser begünstigt oder das Schwimmen und die Reaktionsfähigkeit danach erschwert haben.

Die Untersuchungen ergaben keine Hinweise darauf, dass ein plötzliches Unwohlsein zum Ertrinken beigetragen haben könnte. Die Staatsanwaltschaft präzisiert zudem, dass die parallel geführten Abklärungen bislang keine Fremdeinwirkung beim Tod der Frau ergeben haben.

Die Ermittlungen gehen weiter

Das Verfahren bleibt weiterhin offen. Die Ermittler werten weiterhin die am Fundort gesicherten Spuren aus und sammeln Zeugenaussagen. Zudem wurden zusätzliche radiologische Abklärungen angeordnet, die Spezialisten des Instituts für Rechtsmedizin in Zürich übertragen wurden, um den Ablauf der Ereignisse vollständiger zu rekonstruieren.

Die Frau war am Nachmittag des 18. August wenige Meter vom Ufer entfernt leblos aufgefunden worden. Rund zehn Tage zuvor, am 8. August, hatte sie wegen eines in Melide erlittenen Angriffs Anzeige erstattet: Dieses Verfahren, das gegen unbekannt läuft, bleibt offen und ist von den Ermittlungen zu den Todesumständen getrennt.

In den Wochen zuvor war die Frau in der Tessiner Öffentlichkeit bekannt geworden, weil sie Aufnahmen von Telefongesprächen mit Regierungsrat Claudio Zali veröffentlicht hatte.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, sie werde neue Informationen zum Fall erst dann bekanntgeben, wenn gesicherte Erkenntnisse vorliegen – aus Rücksicht auf die Familie des Opfers und im Einklang mit den Vorschriften zur Vertraulichkeit von Ermittlungen.

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