Wirtschaft Schweizer Marken
Mammut geht für 500 Millionen Euro an einen chinesischen Investor
Die englische Holding Jacobs Capital hat die Marke für Bergsportausrüstung an den chinesischen Fonds CPE verkauft. Hauptsitz und Geschäftsleitung bleiben in Seon im Aargau.
Mammut wechselt die Eigentümerschaft. Die englische Holding Jacobs Capital hat die Schweizer Marke für Bergsportausrüstung und Bekleidung an den chinesischen Investor CPE verkauft.
Die offizielle Mitteilung nennt den Wert der Transaktion nicht. Nach Angaben von Bloomberg beträgt er 500 Millionen Euro, umgerechnet rund 463 Millionen Franken.
Das Unternehmen wurde 1862 gegründet und hat seinen Sitz in Seon im Aargau. Es beschäftigt rund 900 Personen und ist in etwa fünfzig Ländern präsent. Mehr als die Hälfte der Erträge stammt heute von ausserhalb Europas.
CPE verwaltet Vermögen von über 150 Milliarden Yuan, rund 18 Milliarden Franken, im Auftrag von etwa 200 Investoren. Es handelt sich um das erste Engagement des Fonds in der Schweiz.
Was sich ändert und was bleibt
Der neue Eigentümer erklärt, die Präsenz der Marke in China und im asiatisch-pazifischen Raum ausbauen zu wollen. Zu den genannten Prioritäten gehören Produktinnovation, Anpassung an lokale Märkte, Erweiterung der Vertriebskanäle und Optimierung der Lieferkette.
Die Tätigkeiten und die Führung in der Schweiz bleiben bestehen. Konzernchef Heiko Schäfer bleibt mit seinem Team im Amt. Hauptsitz und zentrale Funktionen befinden sich weiterhin im Aargau.
Das Unternehmen erklärt, seine Schweizer Wurzeln, die technische Leistung der Produkte, die Qualität und das Engagement für Nachhaltigkeit bewahren zu wollen, ebenso die Verbindung zur Bergsportgemeinschaft.
Jacobs Capital hatte Mammut 2021 übernommen. Für die Zeit der eigenen Eigentümerschaft berichtet die Holding von einer verdoppelten Rentabilität und einem deutlichen Wachstum.
Der Verkauf reiht sich in eine Folge von Schweizer Marken ein, die in ausländischen Besitz übergehen. Der Abstand zwischen Kontinuitätsbekundungen und den industriellen Entscheiden der folgenden Jahre misst sich in der Regel am Erhalt der Entwicklungsfunktionen und am Gewicht der Produktion, Punkte, die die Mitteilung nicht ausführt.
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