Kanton Öffentliche Ordnung
Lugano-Maccabi: Sicherheitsdispositiv kostet rund 80'000 Franken
Das Sicherheitsdispositiv für das Spiel Lugano-Maccabi Tel Aviv vom 20. August wird auf 80'000 Franken geschätzt, davon 20'000 Franken zulasten der Stadt. Die Ausgaben stehen auch im Zusammenhang mit einer pro-palästinensischen Mobilisierung, die ohne Gewalt verlief.

Das Sicherheitsdispositiv, das am 20. August in Lugano anlässlich des Spiels zwischen dem FC Lugano und Maccabi Tel Aviv eingerichtet wurde, hat schätzungsweise 80'000 Franken gekostet. Es handelt sich um eine Schätzung, nicht um eine Abrechnung. Davon gehen 20'000 Franken zulasten der Stadt, also ein Viertel der Gesamtsumme.
In der Umgebung des Stadions fand eine pro-palästinensische Mobilisierung gegen die Präsenz des israelischen Clubs statt. Die Kundgebung verlief ohne Gewalttätigkeiten. Der Text gibt nicht an, wie viele Personen teilgenommen haben.
Die Kostenschätzung stammt von der Stadtregierung, die auf eine Anfrage der Lega-Gemeinderätin Lucia Minotti zu unbewilligten Kundgebungen antwortete.
Ein Fall, der sich von den Vereinbarungen mit den Clubs unterscheidet
Bei Sportanlässen gelten Vereinbarungen mit den Clubs, die auch die Beteiligung an den Sicherheitskosten regeln. Die Stadtregierung erklärt jedoch, dass der Fall Lugano anders liege, weil die Protestaktion zum Risiko hinzukam, das dem Spiel innewohnt.
Auf die Frage nach den Kosten verschiedener unbewilligter Kundgebungen antwortete die Stadtregierung, dass keine Angabe verfügbar sei.
Einen weiteren Anhaltspunkt liefert der letzte Rechenschaftsbericht der Stadtpolizei: Im Jahr 2025 benötigte der Ordnungsdienst für Kundgebungen insgesamt 7'650 Arbeitsstunden. Verteilt auf die 365 Tage des Jahres entspricht das rund 21 Stunden pro Tag. Es handelt sich um ein Jahrestotal, das nicht nach einzelnen Anlässen aufgeschlüsselt wird. Der Text gibt nicht an, wie viele dieser Stunden auf unbewilligte Kundgebungen entfallen.
Einige Fragen bleiben offen. Welche Belastung ergibt sich für den städtischen Haushalt, wenn für die übrigen Proteste keine Angabe vorliegt? Werden die Vereinbarungen mit den Clubs auch auf einen Teil dieser Kosten angewendet? Und wer trägt die restlichen 60'000 Franken, die der Text keinem Kostenträger zuordnet?
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