Kanton Zivilluftfahrt
Lugano Airport: Konzession bis 2056 verlängert
Das UVEK hat die Betriebskonzession des Flughafens Lugano um 30 Jahre verlängert, sie gilt nun bis 2056. Die Verlängerung erfolgt, während die Rechnung des Flughafens nach dem Defizit von 2025 wieder einen Überschuss ausweist.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Betriebskonzession des Flughafens Lugano um dreissig Jahre verlängert. Die neue Konzession ist am 16. September 2026 in Kraft getreten und gilt bis zum 15. September 2056. Damit erhält der Flughafen eine langfristige Perspektive.
Der Entscheid wurde vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) mitgeteilt. Er ist das Ergebnis eines Prozesses, den die Stadt Lugano gemeinsam mit der Flughafenleitung eingeleitet hatte, um sicherzustellen, dass die Infrastruktur die auf Bundes- und europäischer Ebene geforderten Sicherheits- und Effizienzstandards erfüllt. Die Verlängerung bestätigt somit, dass der Flughafen die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, um den Betrieb in den kommenden Jahrzehnten fortzusetzen.
Verbesserte Rechnung
Die Verlängerung der Konzession fällt in eine Phase, in der sich die Rechnung des Flughafens verbessert. Das erste Halbjahr 2026 schloss mit einem Überschuss von über 200'000 Franken ab. Im selben Zeitraum des Jahres 2025 hatte der Flughafen noch ein Defizit von knapp 100'000 Franken verzeichnet. Der Wechsel von einem negativen zu einem positiven Ergebnis markiert somit eine Trendwende in der wirtschaftlichen Führung des Flughafens.
Mit dem nun durch die neue Konzession garantierten Zeithorizont von dreissig Jahren will der Stadtrat von Lugano die Führung des Flughafens und dessen strategische Rolle für das Tessin festigen.
Die lange Laufzeit der Konzession verschafft dem Flughafen Planungssicherheit, bedeutet für dessen Träger aber auch eine langfristige Verpflichtung in wirtschaftlicher Hinsicht. Da die Verantwortung beim Stadtrat von Lugano liegt, bleibt abzuwarten, ob der Wechsel vom Defizit des Jahres 2025 zum Überschuss im ersten Halbjahr 2026 der Beginn einer strukturellen Sanierung ist, die mit der Zeit die Belastung des Flughafens für die Gemeindefinanzen verringern könnte, oder ob es sich um ein konjunkturell bedingtes Ergebnis handelt. Die Antwort auf diese Frage wird mitbestimmen, ob sich der Zeithorizont bis 2056 auch finanziell und nicht nur betrieblich in eine solide Infrastruktur übersetzt.
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