Schweiz Öffentliche Gesundheit
Legionellose in Basel: Zahl der bestätigten Fälle steigt auf 28
Das kantonale Gesundheitsdepartement meldet zwei neue Infektionen, eine davon mit Spitaleintritt. Der Ausbruch hat bereits einen Todesfall gefordert, sechs Personen sind weiterhin hospitalisiert.
Die bestätigten Fälle einer Infektion mit Legionella pneumophila im Kanton Basel-Stadt sind auf 28 gestiegen. Das kantonale Gesundheitsdepartement meldete zwei neue Infektionen, von denen eine einen Spitaleintritt erforderte.
Der Ausbruch hat bereits einen Todesfall gefordert. Sechs Personen befinden sich derzeit im Spital. Eine Patientin oder ein Patient konnte am Vortag die Intensivstation verlassen.
Die Angaben beziehen sich auf den Stand von 11 Uhr am 5. August und wurden der Agentur Keystone-SDA übermittelt.
Zwei Kühltürme unter Beobachtung
Als mutmasslicher Ursprung des Ausbruchs wurden zwei Kühltürme auf dem Dach des Hauptsitzes von Manor im Kleinbasel ermittelt. Beide Anlagen wurden ausser Betrieb genommen und werden untersucht.
Verdunstungskühltürme arbeiten, indem sie Wasser vernebeln, um die Temperatur technischer Anlagen zu senken. Wenn das Wasser stagniert und günstige Temperaturen erreicht, kann sich das Bakterium vermehren und mit den Tröpfchen in die Luft gelangen.
Der Schweizerische Verein für Luft- und Wasserhygiene hat zum Betrieb solcher Anlagen Stellung genommen. Nach Auffassung des Verbands stellen «korrekt ausgelegte und fachgerecht gewartete Verdunstungskühlanlagen kein Gesundheitsrisiko dar».
Dieser Hinweis verschiebt die Aufmerksamkeit von der Technologie zu ihrer Bewirtschaftung. Legionellose wird durch das Einatmen kontaminierter Aerosole erworben und nicht von Mensch zu Mensch übertragen, weshalb die Ermittlung der Quelle der entscheidende Schritt zur Unterbrechung der Ansteckungskette ist.
Die Zahl der Fälle kann auch nach der Ausserbetriebnahme der Anlagen weiter steigen. Wegen der Zeitspanne zwischen Exposition und Auftreten der Symptome treffen die Diagnosen erst Tage nach der Infektion ein. Derzeit befinden sich sechs der achtundzwanzig Erkrankten im Spital.
Das Departement hat nicht angegeben, wann die Ergebnisse der Analysen an den Kühltürmen vorliegen. Ebenso wenig hat es präzisiert, wie viele Personen im betroffenen Quartier exponiert gewesen sein könnten. Es wurde nicht mitgeteilt, ob weitere Kühlanlagen der Stadt kontrolliert worden sind.
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