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Jason Arday, früherer Professor in Cambridge, tot in London aufgefunden

Der Akademiker war Anfang August nach Plagiatsvorwürfen zurückgetreten. Die Familie spricht von einer dreijährigen Verleumdungskampagne.

von Redazione 16. August 2026 2 Min. Lesezeit

Jason Arday, 41 Jahre alt, wurde in seiner Wohnung in Battersea im Süden Londons tot aufgefunden. Der britische Akademiker war Anfang August nach Vorwürfen des Plagiats und rassistischer Äusserungen von der Universität Cambridge zurückgetreten.

2023 war Arday in Cambridge zum Professor ernannt worden, und seine Geschichte wurde weit über die akademische Welt hinaus bekannt. Er hatte erzählt, erst im Erwachsenenalter lesen und schreiben gelernt zu haben, nach einer Diagnose in der Kindheit, die ihm Verzögerungen in der Sprachentwicklung attestierte, und danach eine Universitätslaufbahn aufgebaut zu haben. Er war der jüngste schwarze Professor in der Geschichte der Hochschule.

Die Vorwürfe betrafen Teile seiner veröffentlichten Arbeiten sowie einzelne Angaben in seinen Biografien, darunter eine Strecke von 600 Meilen, die er in sechs Tagen zurückgelegt haben soll. Sky News hatte dem Fall mehrere Beiträge gewidmet. Der Verlag Simon & Schuster und die Liverpool John Moores University, wo er zuvor unterrichtet hatte, hatten Abklärungen eingeleitet.

Die Darstellung der Familie

Die Angehörigen bestreiten die in den letzten Wochen entstandene Darstellung. "Jason war während über drei Jahren Ziel einer anhaltenden Verleumdungskampagne, nachdem er den Lehrstuhl an der Universität Cambridge angenommen hatte", erklärten sie in einer Mitteilung. "Diese Desinformationskampagne war für Jason unerträglich", fügten sie an.

Der Metropolitan Police Service teilte mit, in der Wohnung im Einsatz gewesen zu sein. Die Umstände des Todes werden abgeklärt; Hinweise auf eine Fremdeinwirkung wurden nicht veröffentlicht.

Der Fall hat im Vereinigten Königreich die Diskussion darüber neu entfacht, wie akademische Institutionen mit Meldungen über Unregelmässigkeiten in der Forschung umgehen, und besonders über die Zeit zwischen dem Beginn der Abklärungen und deren Abschluss. Die Verfahren zur Forschungsintegrität sehen in der Regel eine vertrauliche Untersuchungsphase vor, die in der Praxis oft parallel zu einer bereits laufenden öffentlichen Debatte stattfindet.

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