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Schweiz Waldbrände

Nach Bordeaux die Warnung vor grossen Waldbränden in der Schweiz

Kommandant Nicolas Schumacher ist aus Frankreich zurückgekehrt, wo er 34 Feuerwehrleute aus der Westschweiz gegen die Flammen führte. Ein grosser Waldbrand in der Schweiz ist für ihn nur eine Frage der Zeit.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Nicolas Schumacher, Kommandant der Schweizer Feuerwehr, ist von einem Einsatz im Südwesten Frankreichs zurückgekehrt. Eine Woche lang führte er ein Team von 34 Personen aus den Kantonen Genf, Waadt und Neuenburg, das in der Region Bordeaux gegen die Brände im Einsatz stand.

Im zugeteilten Sektor galt es Wohnhäuser, Industriehallen und Solaranlagen zu schützen. In einem Dorf zerstörten die Flammen 183 Häuser. Das Team arbeitete in 24-Stunden-Schichten und hatte jeweils zehn bis fünfzehn Personen im Gelände. Im selben Sektor waren insgesamt rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz, zusammen mit weiteren internationalen Einheiten.

Schumacher beschrieb einen Feuersturm mit intensiver Hitze, Rauch und dem charakteristischen Geräusch des Brandes. Solche Bedingungen treffen Schweizer Korps nur selten an.

Was in der Schweiz fehlt

Der Kommandant hält fest, dass die Schweizer Wälder kleiner sind als jene in der Gironde. Ein grosser Brand im Land ist für ihn dennoch nur eine Frage der Zeit.

Für die Bewältigung nennt er mehrere Prioritäten. Nötig sind angemessene Ausbildung und Ausrüstung im ganzen Land. Nötig ist eine nationale Koordination unter Einbezug von Polizei, Armee und Zivilschutz. Als unverzichtbar bezeichnet er zudem die Unterstützung aus der Luft mit Helikoptern und Löschflugzeugen.

Die Prävention bleibt aus seiner Sicht die wichtigste Verteidigung, noch vor dem Einsatz gegen die Flammen.

Aus dem Einsatz brachten die Schweizer Feuerwehrleute auch operatives Wissen mit. Die französischen Fachleute vermittelten taktische Doktrinen und praktische Erfahrungen, die in keinem Handbuch stehen. Dieses Material wurde festgehalten und wird der künftigen Ausbildung dienen.

Die Erfahrung betrifft auch die italienische Schweiz, wo Waldbrände in trockenen Jahreszeiten wiederkehren. Das Tessin verfügt bereits über Warndispositive und spezialisierte Einheiten, doch die in Frankreich geschilderten Ereignisse haben eine andere Grössenordnung.

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