Kanton Kantonswahlen
Grüne Tessin bestätigen Gysin und Vitale für den Staatsrat
Der Kantonalvorstand der Grünen hat den Kandidaturen von Greta Gysin und Rocco Vitale für den Staatsrat zugestimmt. Die definitive Bestätigung obliegt der Kantonalversammlung am 19. September.

Der Kantonalvorstand der Grünen Tessin, der sich am Mittwoch, 2. September, in Bellinzona traf, hat den Kandidaturen von Greta Gysin und Rocco Vitale auf der gemeinsamen Liste des progressiven Lagers für die Wahlen in den Staatsrat zugestimmt. Die definitive Bestätigung obliegt der Kantonalversammlung, die auf Samstag, 19. September, einberufen wurde: Mit dieser Abstimmung schliesst das progressive Lager die Festlegung seiner Kandidaturen für die Erneuerung der Kantonsregierung ab.
Gysin ist Fraktionspräsidentin der Grünen im eidgenössischen Parlament und bringt politische Erfahrung mit, die sie auf verschiedenen institutionellen Ebenen gesammelt hat. Vitale präsidiert den Kantonalvorstand der Partei und ist Mitglied der Parteileitung: Er hat bereits mehrere politische Kampagnen geführt und koordiniert beruflich Projekte der Raumentwicklung in den Tälern des Locarnese.
In der Mitteilung beschreibt die Partei die beiden Kandidaturen als Verbindung von «esperienza e rinnovamento, integrità e coraggio politico: qualità necessarie per rimettere il Ticino in movimento, ripristinare la fiducia nelle istituzioni» ("Erfahrung und Erneuerung, Integrität und politischer Mut: Eigenschaften, die nötig sind, um das Tessin wieder in Bewegung zu bringen und das Vertrauen in die Institutionen wiederherzustellen").
Erklärtes Ziel ist es, die derzeitigen politischen Kräfteverhältnisse im Kanton zu verändern und das progressive Lager so weit zu stärken, dass ein zweiter Sitz in der Regierung angestrebt werden kann. Die Partei verknüpft dieses Ziel auch mit einer Stärkung ihrer Präsenz im Grossen Rat. Zu den genannten Prioritäten gehört das Klimathema: Laut den Grünen haben die Trockenheit und die Hitze dieses Sommers gezeigt, wie dringend das Tessin eine Anpassungsstrategie braucht, die die Bevölkerung, das Wirtschaftsgefüge, das Gebiet und die natürlichen Ressourcen schützen kann. Offen bleibt, welche konkreten Massnahmen vorgeschlagen werden, um dieses Ziel auch in wirksamen Schutz für jene umzusetzen, die über weniger Mittel verfügen, um mit extremer Hitze und Trockenheit umzugehen.
Positionen zu den eidgenössischen Vorlagen
Der Kantonalvorstand äusserte sich auch zu den beiden eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 27. September. Die Tessiner Grünen lehnen die Neutralitätsinitiative ab, die ihrer Ansicht nach das Land isolieren und das Völkerrecht schwächen würde. Bei der Initiative «für Ernährungssicherheit» gibt die Partei Stimmfreigabe: Sie teilt deren Ziele, nicht aber die vorgeschlagenen Umsetzungsmodalitäten.
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