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Welt Waldbrände

Dreitausend Hektaren im Hohen Venn verbrannt, Evakuierungen dauern an

Zwei Fronten des seit Freitag brennenden Feuers im Osten Belgiens sind unter Kontrolle. Der Rauch war über hundert Kilometer weit wahrnehmbar.

von Redazione 16. August 2026 2 Min. Lesezeit

Der Brand, der seit Freitag im Hohen Venn im Osten Belgiens wütet, hat rund dreitausend Hektaren Vegetation erfasst. Zwei der aktiven Fronten, jene Richtung Jalhay und jene Richtung der deutschen Stadt Monschau, konnten unter Kontrolle gebracht werden. Mehrere Brandherde brennen weiter, und die Evakuierungen wurden nicht aufgehoben.

Die Hauptfront erstreckt sich über rund einen Kilometer. An einzelnen Stellen liegt sie anderthalb Kilometer von der deutschen Grenze und 1,8 Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt. Die örtlichen Behörden von Monschau halten es für unwahrscheinlich, dass das Feuer Deutschland erreicht, rechnen aber mit starker Rauchentwicklung. Die Rauchsäule war über hundert Kilometer weit wahrnehmbar, bis ins französische Departement Moselle.

Evakuiert bleiben die Ortschaften Sourbrodt, Leykaul und Küschelscheid. Im Einsatz stehen Kräfte des Zivilschutzes, der Polizei, der Armee sowie Landwirte mit eigenen Fahrzeugen. Die belgische Armee hat sechs Löschfahrzeuge des Typs Panther und neunzehn Militärfeuerwehrleute aufgeboten.

Niederländische Helikopter und schwedische Flugzeuge

Die Luftmittel kommen aus anderen europäischen Ländern. Zwei niederländische Chinook-Helikopter führen Wasserabwürfe durch, unterstützt von zwei schwedischen Löschflugzeugen. Es ist die Anwendung des europäischen Katastrophenschutzverfahrens, dem auch die Schweiz beigetreten ist und über das in den vergangenen Wochen die Einsätze in Griechenland und Spanien koordiniert wurden.

Das Hohe Venn ist eine Hochfläche aus Mooren und Heiden, ein Boden, der einmal ausgetrocknet in die Tiefe brennt und sich nur schwer löschen lässt. Der letzte Brand vergleichbarer Grösse geht auf 1911 zurück: Damals brannten 3'900 Hektaren, und das Feuer blieb zwei Monate lang aktiv. Torf kann auch dann unter der Oberfläche weiterglimmen, wenn die sichtbaren Flammen gelöscht sind. Deshalb bleiben die Einsatzkräfte noch lange nach dem Ende des Notfalls vor Ort.

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