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Googles Gemini-App überschreitet eine Milliarde monatliche Nutzende
Es ist das vierzehnte Produkt des Konzerns, das diese Schwelle erreicht. Die täglichen Nutzenden haben sich innert eines Jahres verdreifacht, dreiundsechzig Prozent verwenden die Sprachfunktion, und täglich entstehen über hundertfünfzig Millionen Bilder.
Die Anwendung Gemini hat eine Milliarde monatliche Nutzende überschritten. Die Ankündigung kam von Google-Chef Sundar Pichai, wenige Wochen nach der Vorlage der Quartalszahlen, als die genannte Schwelle noch bei rund 950 Millionen lag. Gemini ist damit das vierzehnte Produkt des Konzerns, das eine Milliarde Nutzende erreicht, nach Suche, Gmail, Android, Maps, Chrome, Play und YouTube.
Der naheliegende Vergleich ist ChatGPT, das dieselbe Schwelle im Juni dieses Jahres erreichte. Der Abstand schloss sich in gut einem Jahr, bei einem wesentlichen Unterschied darin, wie beide Produkte ihre Nutzenden gewonnen haben: OpenAI baute seine Basis von null auf, Google konnte auf die vorinstallierte Verbreitung auf Android und die Einbettung in eigene Dienste zählen.
Die Nutzungsdaten zeichnen ein weniger textlastiges Produkt, als man annehmen könnte. Dreiundsechzig Prozent der Nutzenden greifen zur Sprachfunktion, jede fünfte Interaktion verwendet Echtzeitwerkzeuge wie Kamera oder Bildschirmfreigabe, und täglich entstehen mehr als hundertfünfzig Millionen Bilder. Auf iOS liegt die Zahl der aktiven Nutzenden über hundert Millionen, was darauf hindeutet, dass das Wachstum nicht allein von den Android-Geräten abhängt, auf denen die App bereits installiert ankommt. Die täglichen Nutzenden, das aussagekräftigere Mass, weil es Gewohnheit von Neugier trennt, haben sich innert zwölf Monaten verdreifacht.
Die Ablösung von Assistant
Der nächste Schritt steht bereits fest. Ab dem 4. September 2026 wird Google Assistant von Android-Telefonen, Wear-OS-Uhren und den weiteren Plattformen entfernt, auf denen er noch läuft, und Gemini übernimmt als voreingestellter Assistent. Diese Migration verschiebt einen beträchtlichen Teil der Nutzerbasis von Amtes wegen: Wer Assistant für einen Wecker oder die Wetterabfrage nutzte, wird ein Sprachmodell verwenden, ohne es gewählt zu haben.
Die Zählung monatlicher Nutzender bleibt ein fragiles Mass. Sie umfasst jene, die die App im Monat ein einziges Mal öffnen, und jene, die ihr begegnen, weil sie einen zuvor genutzten Dienst ersetzt, ohne zwischen beiden Fällen zu unterscheiden. Deshalb sagen die Zahlen zur täglichen Nutzung und zu den tatsächlich verwendeten Funktionen mehr aus als die Schlagzeile. Auch so gelesen zeigen sie jedoch, dass der Gesprächsassistent für Google zum Massenprodukt wird und nicht zum Experiment bleibt.
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