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il Cantonale

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Schweiz Kriminalität

Diebstähle von Agrar-GPS nehmen zu, John-Deere-Geräte im Visier

In mehreren Kantonen häufen sich Diebstähle von Satellitennavigationssystemen auf Traktoren und Mähdreschern. Jedes gestohlene Gerät kann auf dem Schwarzmarkt zwischen 10’000 und 30’000 Franken einbringen.

von Redazione 9. August 2026 2 Min. Lesezeit

Auch in der Schweiz sind die auf Landmaschinen montierten Satellitennavigationssysteme ins Visier von Dieben geraten. Die Kantonspolizeien von Waadt, Bern, Thurgau und Solothurn haben eine Zunahme der Diebstähle dieser Geräte registriert, die einmal gestohlen zwischen 10’000 und 30’000 Franken pro Stück einbringen können.

Am auffälligsten ist die Lage im Kanton Waadt. Laut SonntagsBlick wurden 2026 bereits 20 Diebstähle gezählt, während der Jahresdurchschnitt zwischen 2021 und 2025 bei zwei bis sechs Fällen lag. Im Kanton Bern konzentrierten sich die Vorfälle der letzten zwei Monate auf die Region Seeland.

Im Thurgau wurden dieses Jahr fünf Diebstähle registriert, die ersten überhaupt für den Kanton, mit einem Gesamtschaden von mehreren hunderttausend Franken. Im Juni brachen Unbekannte im Kanton Solothurn vier John-Deere-Traktoren auf: Auch hier beläuft sich der Schaden auf mehrere hunderttausend Franken.

Die Täter haben es ausschliesslich auf Geräte der Marke John Deere abgesehen, die leicht auszubauen und auf dem Schwarzmarkt sehr gefragt sind. Für die Ermittler handelt es sich nicht um Gelegenheitsdiebe, sondern um spezialisierte Gruppen mit technischem Know-how und einer eingespielten Logistik.

Ein europäisches Phänomen

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) bestätigt, dass diese Art von Diebstählen seit 2023 auf dem ganzen Kontinent zunimmt, und arbeitet in diesem Dossier mit Europol zusammen. Am stärksten betroffen ist Frankreich, gefolgt von Deutschland und Grossbritannien. Die französische Gendarmerie hat organisierten Banden schwere Schläge versetzt; unter deren Mitgliedern wurden Personen rumänischer und litauischer Nationalität identifiziert.

Die Signale der gestohlenen Geräte führen oft nach Osteuropa, wo die Apparate mutmasslich aufbereitet und wieder verkauft werden. Die Schweizer Behörden rufen die Landwirtinnen und Landwirte dazu auf, die Überwachung ihrer Maschinen zu verstärken und verdächtige Aktivitäten umgehend zu melden.

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