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il Cantonale

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Kanton Badegewässer

Erste Cyanobakterienblüten im Südbecken des Luganersees

Die Julikontrollen bestätigen die gute Qualität der Tessiner Gewässer, doch im südlichen Seearm sind leichte Blüten aufgetreten. Das Kantonslabor hat die Überwachung verstärkt.

von Redazione 6. August 2026 2 Min. Lesezeit

Die Badegewässer des Tessins sind weiterhin von guter Qualität. Im Südbecken des Luganersees sind allerdings die ersten Cyanobakterienblüten der Saison aufgetreten.

Die Kontrollen im Juli umfassten 82 Messpunkte. Das Netz deckt den Lago Maggiore, den Luganersee und den See von Astano ab, dazu die Fliessgewässer Ticino, Moesa, Verzasca und Maggia. Die mikrobiologischen Analysen fielen positiv aus. Die Daten sind auf der Seite der Umweltbeobachtungsstelle der italienischen Schweiz des Departements für Raumentwicklung einsehbar. Eine neue Probenahmeserie ist für August vorgesehen.

Seit Ende Juli wurden im südlichen Becken des Luganersees einige leichte Blüten beobachtet. Das Kantonslabor hat die Überwachung gemäss den vorgesehenen Protokollen verstärkt. Die Gemeinden und die Verantwortlichen der bewirtschafteten Strandbäder wurden informiert und aufgefordert, die Entwicklung zu verfolgen und bei Bedarf Hinweistafeln aufzustellen.

Das Vorkommen bleibt vorerst begrenzt. Die Behörden empfehlen dennoch, das Wasser vor dem Baden mit blossem Auge zu prüfen.

Warum sich die Lage in wenigen Stunden ändert

Cyanobakterien sind Mikroorganismen, die in Seen und Flüssen normalerweise vorkommen und früher fälschlicherweise Blaualgen genannt wurden. Ihr Wachstum wird durch einen hohen Nährstoffgehalt, ruhiges Wasser und den Wechsel zwischen stabilen, warmen Phasen und Gewittern begünstigt, die neue Nährstoffe in den See tragen.

Wird die Entwicklung übermässig, entstehen an der Oberfläche sichtbare Blüten, bis hin zu eigentlichen grünen oder gelben Teppichen. Nach Angaben des Kantons können sich diese Ansammlungen durch Wind oder Strömungen verlagern und dabei auch innerhalb desselben Tages verschiedene Bereiche des Beckens betreffen, besonders in den Buchten. Ein am Morgen klarer Strand kann sich am Nachmittag anders präsentieren.

Einige Arten bilden giftige Verbindungen. Das Risiko für Menschen und Tiere steigt mit der Dichte der Blüte, weshalb der Kontakt mit sichtbaren Ansammlungen zu vermeiden ist.

Hohe Konzentrationen können allergische Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden oder Leberschäden auslösen. Kleine Kinder sind stärker gefährdet, weil sie beim Spielen unbemerkt Wasser schlucken. Dasselbe gilt für Tiere, und besonders für Hunde.

Das Phänomen tritt in einer Saison auf, die von anhaltender Hitze und geringen Niederschlägen geprägt ist. Das sind die Bedingungen, die das Wasser wärmer und ruhiger machen, also jene, die Cyanobakterien am besten nutzen.

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