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Schweiz Geldpolitik

Die SNB schliesst das Halbjahr mit 25,2 Milliarden Gewinn

Das Ergebnis übertrifft die Prognosen der UBS-Analysten, die von 18 bis 23 Milliarden ausgingen. Die Fremdwährungspositionen bringen 31,7 Milliarden, während das Gold mit 6,4 Milliarden negativ zu Buche schlägt.

von Gottardo 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Die Schweizerische Nationalbank hat das erste Halbjahr 2026 mit einem Gewinn von 25,2 Milliarden Franken abgeschlossen. Das Ergebnis übertrifft die Schätzungen der UBS-Analysten, die zwischen 18 und 23 Milliarden lagen.

Der Verlauf der beiden Quartale fiel sehr unterschiedlich aus. Das erste schloss mit einem Verlust von 0,5 Milliarden, während das zweite einen Gewinn von 25,8 Milliarden erbrachte.

Den grössten Beitrag liefern die Fremdwährungspositionen mit 31,7 Milliarden. Innerhalb dieser Position machen Wertpapiere und Beteiligungsinstrumente 22,9 Milliarden aus, die Zinsen 6,7 Milliarden und die Dividenden 1,7 Milliarden. Die Wechselkursgewinne belaufen sich auf 2,5 Milliarden, während die Schuldinstrumente einen Verlust von 1,7 Milliarden verzeichnen.

Das Gold weist in die andere Richtung und belastet mit 6,4 Milliarden. Der Preis sank von 110 919 Franken pro Kilogramm Ende 2025 auf 104 812 Franken am 30. Juni 2026. Die Frankenpositionen tragen 0,1 Milliarden bei.

Ein Ergebnis, das sich nicht planen lässt

Die Nationalbank selbst erinnert daran, dass das Resultat überwiegend vom Verlauf von Gold, Wechselkursen und Kapitalmärkten abhängt. Grosse Schwankungen sind daher normal, wie der Vergleich der beiden Quartale zeigt.

Der Punkt zählt für die öffentlichen Finanzen. 2025 hatte das Institut einen Gewinn von 26,1 Milliarden ausgewiesen und 4 Milliarden an Bund und Kantone ausgeschüttet.

Diese Ausschüttung ist jedoch keine Einnahmeposition wie andere. Sie hängt von Grössen ab, die keine Regierung steuert, und kann in einem negativen Jahr ausbleiben, wie es in der Vergangenheit bereits vorgekommen ist.

Für die Kantone besteht die Vorsicht darin, diese Zahlungen als ausserordentlichen Beitrag zu behandeln und nicht als Grundlage für die laufenden Ausgaben. Ein Budget, das mit einem festen Anteil der Ausschüttung rechnet, überträgt auf das Folgejahr ein Risiko, das es nicht steuern kann.

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