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Wirtschaft Bankkosten

Einer einzigen Bank treu zu bleiben kann 964 Franken im Jahr kosten

Eine Studie von Moneyland.ch vergleicht neun grosse Schweizer Banken bei fünf Grunddienstleistungen. Verteilt man die Produkte auf mehrere Anbieter, ergibt sich ein positiver Saldo von 229 Franken.

von Gottardo 5. August 2026 2 Min. Lesezeit

Die Schweizerinnen und Schweizer bleiben ihrer Hauptbank tendenziell treu, und diese Gewohnheit hat messbare Kosten. Eine Studie von Moneyland.ch hat die Gesamtkosten von neun grossen Schweizer Instituten verglichen.

Der betrachtete Korb umfasst fünf Grunddienstleistungen: das Privatkonto mit Debitkarte, das Sparkonto, die Kreditkarte, den Kartengebrauch im Ausland und die Säule 3a.

Der Abstand zwischen Erstem und Letztem

Werden alle Produkte bei einem einzigen Institut gebündelt, erweist sich die Migros Bank mit 491 Franken im Jahr als die günstigste. Es folgen die Zürcher Kantonalbank mit 597 Franken, Valiant mit 607, PostFinance mit 736 und Raiffeisen mit 821. UBS schliesst die Rangliste mit 964 Franken ab.

Das Bild ändert sich, wenn die Dienstleistungen auf verschiedene Anbieter verteilt werden. In diesem Fall gelangt die Studie zu einem positiven Saldo von 229 Franken im Jahr, erzielt dank Zinsen und Bonusprogrammen.

Die Einsparungen konzentrieren sich auf einige Positionen. Die Säule 3a erlaubt Einsparungen zwischen 395 und 740 Franken im Jahr. Bei den Kreditkarten sind es bis zu 216 Franken, beim Sparkonto bis zu 180 und beim Kartengebrauch im Ausland bis zu 101.

Der deutlichste Unterschied betrifft den Online-Handel. Bei einem Vermögen von rund 45'000 Franken und zwölf Transaktionen im Jahr reichen die Kosten bei den traditionellen Banken von 345 bis 855 Franken, gegenüber 68 Franken bei Saxo Bank.

Ralf Beyeler von Moneyland.ch weist darauf hin, dass die Wahl nicht zwischen zwei Extremen liegt: «Es ist absolut möglich, einige Produkte bei der eigenen Hauptbank zu behalten und für andere Dienstleistungen günstigere Anbieter zu wählen.»

Die Studie nennt für die teuersten Positionen einige alternative Anbieter. Für Transaktionen in Fremdwährung führt sie WIR, Alpian und Wise an. Für die Säule 3a nennt sie True Wealth, Liberty Green, Viac, Finpension, Neon und Frankly.

Der Vergleich betrifft die direkten Kosten der Dienstleistungen. Nicht berücksichtigt ist der Zeitaufwand für die Führung mehrerer Bankbeziehungen, der das praktische Gegengewicht zur berechneten Ersparnis bildet.

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