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Kultur Balzan-Preise

Balzan-Preise 2026 vergeben, unter den Preisträgerinnen die Italienerin Elena Esposito

Die 1957 in Lugano gegründete Stiftung hat die Gewinnerinnen und Gewinner der Ausgabe 2026 ihrer mit 750'000 Franken dotierten Preise bekannt gegeben. Unter den Ausgezeichneten ist die italienische Forscherin Elena Esposito, die zur Sozialwissenschaft der digitalen Technologie forscht.

von Redazione 8. September 2026 2 Min. Lesezeit

Die Balzan-Stiftung hat am Abend in Mailand die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger der Ausgabe 2026 bekannt gegeben. Die Stiftung wurde 1957 in Lugano gegründet, zum Gedenken an Eugenio Balzan: Journalist und Verwalter des Corriere della Sera, als Antifaschist in die Schweiz emigriert, gestorben am Luganersee vier Jahre vor der Gründung der Stiftung.

Von den vier in diesem Jahr vergebenen Auszeichnungen ging eine an die italienische Forscherin Elena Esposito von der Universität Bologna, für ihre Arbeiten zur Sozialwissenschaft der digitalen Technologie.

Im Bereich Jüdische Studien wurde der US-Amerikaner David Nirenberg ausgezeichnet. Im wissenschaftlichen Bereich erhielten der Däne Rasmus Nielsen und der Brite Zïheng Yang den Preis für ihre Forschung zur molekularen Evolution, die sich mit wiederkehrenden Mustern genomischer Veränderung befasst. Die US-Amerikaner Marc Hillmyer und Geoffrey Coates wurden für ihre Arbeiten zu biologisch abbaubaren Polymeren aus erneuerbaren Quellen geehrt.

Preise unter den höchstdotierten weltweit

Jeder Balzan-Preis ist mit 750'000 Franken dotiert, womit er zu den höchstdotierten wissenschaftlichen und kulturellen Auszeichnungen nach dem Nobelpreis zählt. Die Hälfte dieser Summe müssen die Preisträgerinnen und Preisträger für Forschungsprojekte junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einsetzen. Die Preisverleihung findet am 19. November in Rom statt.

Die Stiftung hat zudem die Themen für die Preise 2027 bekannt gegeben: die Dynamik des Erdinnern und ihre Rolle für die Plattentektonik und die Oberflächenprozesse der Erde, das Immunsystem der Pflanzen und seine Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern, den europäischen Konstitutionalismus sowie die Geschichte der modernen und zeitgenössischen Architektur.

Neben den akademischen Auszeichnungen hat die Stiftung dieses Jahr auch ihren Preis für Menschlichkeit, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern vergeben. Er ging an die sudanesische Organisation Emergency Response Rooms, ein Netzwerk von Hilfszentren, das dazu beigetragen hat, die durch den Zusammenbruch staatlicher Institutionen und die erschwerte internationale Hilfe entstandene Lücke zu schliessen.

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