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Kanton Wasserversorgung

Neues Reservoir in Stabio stärkt die Wasserversorgung im Mendrisiotto

In Bella Cima ist ein neues Reservoir für 4 Millionen Franken in Betrieb genommen worden, ein weiterer Baustein im regionalen Wassernetz vor der für 2027 vorgesehenen Seewasserleitung.

von Brenno 13. September 2026 2 Min. Lesezeit Mendrisiotto

In Stabio ist das neue Reservoir von Bella Cima eingeweiht worden, ein Bauwerk für rund 4 Millionen Franken, das Teil der Neuordnung des Wassernetzes im Mendrisiotto ist. Die Anlage entsteht am Ende eines Sommers mit intensiver Hitze und geringen Niederschlägen, Bedingungen, die das Thema der Sicherheit der Trinkwasserversorgung zunehmend dringlich machen.

Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren in die Fassung von Santa Margherita investiert, die unterirdische Quelle, die das Gemeindenetz speist. Gemeindepräsident Simone Castelletti erklärte, das Ziel gehe über die Grenzen von Stabio hinaus: Es gehe darum, ein System aufzubauen, das mehr Sicherheit für die ganze Region gewährleisten könne.

Die zwei Becken und der Brunnen

Die neue Anlage verfügt über zwei Becken mit einer Gesamtkapazität von über 3000 Kubikmetern. Etwa die Hälfte des Volumens dient dem gewöhnlichen Betrieb des Netzes, die andere Hälfte ist für Notfälle reserviert. Das Wasser stammt aus der Fassung von Santa Margherita in der Ebene von Stabio, wie Stefano Quarenghi, Direktor der AMS, präzisierte. Die Pumpen leiten es gleichzeitig ins Gemeindenetz und ins Reservoir; wenn sie nicht in Betrieb sind, sorgt die Schwerkraft dafür, dass das in Bella Cima gesammelte Wasser die Bevölkerung erreicht.

Das Bauwerk blickt über die Gemeindegrenzen hinaus. Marco Romano, Präsident der Konsortialdelegation des regionalen Wasserverbunds des Mendrisiotto (ARM), erinnerte daran, dass «l'acqua non conosce confini» (das Wasser kennt keine Grenzen) und dass die Strategie inzwischen darin bestehe, die verschiedenen Quellen des Bezirks miteinander zu verbinden. Der entscheidende Schritt wird die Pump- und Aufbereitungsstation von Riva San Vitale sein, ein Projekt, über das seit rund fünfzig Jahren gesprochen wird: Laut Romano sollte sie bis Ende Jahr übergeben werden und 2027 in Betrieb gehen. Von da an wird das Mendrisiotto auch auf Seewasser zählen können, mit Vorteilen für Gemeinden, deren eigene Quellen in Schwierigkeiten geraten, sowie für jene, die sich vollständig auf die Seewasserversorgung stützen können.

Ein robusteres Netz mindert die Bedeutung eines sparsamen Verbrauchs jedoch nicht. Castelletti erinnerte daran, dass die Fassung von Santa Margherita eine wertvolle Ressource sei, dass aber die Trockenheit der vergangenen Jahre gezeigt habe, wie sorgfältig sie genutzt werden müsse. Der Aufruf an die Bevölkerung, Verschwendung zu vermeiden, bleibt daher gültig, auch jetzt, da die Region über neue Reservoirs und neue Wasserquellen verfügt.

Kanton Mendrisiotto Originalquelle

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