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Wirtschaft Freihandel

Schweiz und China schliessen Verhandlungen über Freihandelsabkommen ab

Bern und Peking haben die Verhandlungen zur Optimierung des Freihandelsabkommens von 2014 abgeschlossen. 99,8 Prozent der Schweizer Exporte nach China sollen künftig zollfrei zugänglich sein; die Unterzeichnung ist noch 2026 vorgesehen.

von Gottardo 21. August 2026 2 Min. Lesezeit

Die Schweiz und China haben die Verhandlungen zur Aktualisierung des seit 2014 geltenden Freihandelsabkommens abgeschlossen. Dies teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung am Donnerstag mit, nach einem Treffen in Bern zwischen Bundespräsident Guy Parmelin und dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao.

Der überarbeitete Text korrigiert ein Ungleichgewicht im geltenden Abkommen. Heute sind fast alle chinesischen Importe in die Schweiz zollfrei, während dies bei den Schweizer Exporten nur für rund die Hälfte gilt. Mit dem optimierten Abkommen sollen 99,8 Prozent der Schweizer Produkte zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen können – ein deutlicher Fortschritt gegenüber der heutigen Situation.

Das aktualisierte Abkommen sichert zudem Schweizer Investoren den Zugang zum chinesischen Markt. Zudem werden die Bestimmungen zu Umweltfragen und Arbeitnehmerrechten ausgeweitet und gestärkt.

Unterzeichnung noch 2026 erwartet

Die Unterzeichnung des neuen Abkommens ist noch im Verlauf des Jahres 2026 vorgesehen, sobald die rechtlichen Prüfungen des Textes abgeschlossen sind. Danach folgen die jeweiligen Genehmigungsverfahren in den beiden Ländern.

Die Verhandlungen zur Optimierung hatten im September 2024 begonnen und wurden nach fünf Verhandlungsrunden abgeschlossen – sie dauerten somit rund zwei Jahre. Das Wirtschaftsdepartement weist darauf hin, dass China nach der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz ist. Mit dem überarbeiteten Abkommen will der Bund die Absatzmärkte für Schweizer Unternehmen diversifizieren.

Ein nahezu vollständiger Zollzugang würde, sofern er durch Unterzeichnung und Ratifizierung bestätigt wird, direkte Kosten für Schweizer Exporteure in einen Markt dieser Grösse senken. Offen bleibt, ob die neuen Garantien zu Umwelt und Arbeit für die Unternehmen zusätzlichen administrativen Aufwand mit sich bringen, und ob der angekündigte Zeitplan für die Ratifizierung in beiden Ländern eingehalten werden kann.

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