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Schweiz Schiesserei in Aarau

Schiesserei von Aarau: 43-Jähriger hat sich im Jura gestellt

Der am Montag festgenommene 43-Jährige ist der Täter der Schiesserei vom Sonntag an einem Rave in Aarau, bei der eine 22-jährige Frau getötet und sechs weitere Personen verletzt wurden. Der Mann, wohnhaft im Kanton Jura, hat sich bei der Polizei in Delémont gestellt.

von Redazione 4. September 2026 2 Min. Lesezeit

Der Kommandant der Aargauer Kantonspolizei, Michael Leupold, hat am Mittwoch an einer Medienkonferenz bestätigt, dass der in den frühen Morgenstunden des Montags festgenommene Mann für die Schiesserei vom vergangenen Sonntag auf der Pferderennbahn Schachen in Aarau verantwortlich ist. Kurz nach 2.30 Uhr morgens, am Ende eines Raves, eröffnete der Mann das Feuer auf die Menschenmenge. Eine 22-jährige Frau starb, sechs weitere Personen wurden verletzt.

Es handelt sich um einen 43-jährigen Schweizer Bürger mit Wohnsitz im Kanton Jura. Er hat sich beim Polizeiposten in Delémont gestellt. Den Behörden gegenüber gab er an, seit längerem gesundheitliche Probleme zu haben, und machte Angaben zum Tatgeschehen, wie Staatsanwalt Christoph Rüedi erklärte.

Das Motiv ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Mann allein gehandelt hat. Verschiedene bisher gesammelte Erkenntnisse legen psychische Störungen nahe: Es wird deshalb ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Die Ermittler haben die Spuren eines Terroranschlags und einer organisierten kriminellen Tat ausgeschlossen und sprechen stattdessen von einer sinnlosen Tat. Derzeit besteht keine Gefahr mehr für die Bevölkerung.

Der Ablauf der Ereignisse

Gemäss der Rekonstruktion von Matthias Schildknecht, Einsatzleiter, näherte sich der Mann zu Fuss dem Gelände der Pferderennbahn, auf dem das Festival stattfand, und feuerte von aussen rund vierzig Schüsse mit einem Sturmgewehr auf die Menschenmenge ab. Anschliessend begab er sich zum Parkplatz, wo er sein Auto abgestellt hatte, und gab einen weiteren Schuss auf ein wegfahrendes Fahrzeug ab.

Unmittelbar nach der Schiesserei begann eine grossangelegte Fahndung. In den ersten zwölf Stunden führte die Polizei über 130 Befragungen durch. Dank dem Hinweis einer Person konnte das Auto des Verdächtigen mit Kontrollschildern aus dem Kanton Jura und in der Folge dessen Identität ermittelt werden.

Im Fahrzeug wurden drei Waffen gefunden, alle seit rund zwanzig Jahren ordnungsgemäss registriert: ein Kalaschnikow und zwei Pistolen. Bei der Schiesserei setzte der Mann zwei davon ein. Ihm werden vorsätzliche Tötung, Körperverletzung und Verstoss gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

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