Kanton Gesundheitswesen
Das Oberengadin stimmt am 27. September über die regionale Gesundheitsversorgung ab
Ein Paket von 28,5 Millionen Franken für das Spital Samedan, zwei Pflegeheime und die Spitex. Für die Annahme braucht es mindestens sechs zustimmende Gemeinden von elf.
Der Gesundheitsrat von Sanadura hat die Finanzierungsbotschaft für die Versorgung im Oberengadin gutgeheissen. Das Ergebnis lautete 9 Ja zu 1 Nein. Die Volksabstimmung ist auf den 27. September angesetzt und betrifft die Stimmberechtigten der elf Gemeinden der Region.
Das Paket umfasst 28,5 Millionen Franken und deckt die drei Jahre von 2027 bis 2029 ab. Der grösste Teil, 16,9 Millionen, ist für das Spital Samedan bestimmt. Die beiden Pflegeheime Du Lac und Promulins erhalten 9,9 Millionen. Auf die Spitex entfallen 490'000 Franken, auf die Führung von Sanadura 1,2 Millionen.
Die Annahmeregeln sind doppelt. Mindestens sechs der elf Gemeinden müssen zustimmen, und das Paket muss in der Region insgesamt die Mehrheit der Stimmen erhalten.
Eine junge Organisation
Sanadura ist seit dem 1. April 2026 tätig. Geführt wird sie von einem Verwaltungsrat mit sieben Mitgliedern unter dem Vorsitz von Michael Rolaz sowie von einem Gesundheitsrat mit elf Mitgliedern, einem pro Gemeinde.
Die Präsidentin des Gesundheitsrats, Isabel Wenger, äusserte sich zum Entscheid. «Siamo molto fiduciosi di aver preparato un buon pacchetto, con un'ampia gamma di servizi sanitari con un costo corretto» (Wir sind sehr zuversichtlich, ein gutes Paket vorbereitet zu haben, mit einem breiten Angebot an Gesundheitsleistungen zu einem korrekten Preis), erklärte sie.
Der Urnengang im September ist nicht der erste. Seit April 2025 hat sich die Bevölkerung des Oberengadins bereits dreimal zur Finanzierung der Versorgung geäussert.
Die beiden Vorgeschichten sind für die Befürworter des Projekts wenig ermutigend. 2025 lehnten die Stimmenden den Zusammenschluss mit dem Kantonsspital Chur ab. Im November desselben Jahres verwarfen sie eine auf zwei Jahre angelegte Vorlage über 51 Millionen Franken.
Gegenüber jener Vorlage weist das nun zur Abstimmung stehende Paket einen tieferen Gesamtbetrag auf und deckt drei statt zwei Jahre ab. Ob die neue Ausgestaltung genügt, um sechs Gemeinden und die Mehrheit der Stimmenden der Region zu überzeugen, bleibt offen.
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