Schweiz Rheinschifffahrt
Basler Wirtschaft fordert Massnahmen für den Rhein auf Tiefstständen
Bei den aktuellen Pegelständen können die Schiffe nicht voll beladen werden, was die Transportkosten erhöht. Handelskammer und Schifffahrtsverband verlangen Eingriffe der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt.
Der Rhein hat wegen der anhaltenden Trockenheit historisch tiefe Wasserstände erreicht. Unter den derzeitigen Bedingungen können die Schiffe nicht voll beladen werden.
Die Folge ist unmittelbar und messbar. Weniger Ladung pro Fahrt bedeutet mehr Fahrten und damit höhere Transportkosten je bewegte Tonne. Die Versorgungssicherheit des Landes wird dadurch geschwächt.
Die Handelskammer beider Basel und der Schweizerische Verband für Schifffahrt und Hafenwirtschaft haben eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. Die beiden Organisationen verlangen, dass gehandelt wird.
Vier bereits erkannte Stossrichtungen
Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt hat das Problem anerkannt. Sie erinnerte daran, dass sie sich damit bereits befasst hat, insbesondere an einem Expertenseminar im Januar 2023.
Aus dieser Arbeit ergaben sich vier Stossrichtungen. Die erste betrifft digitale Werkzeuge für zuverlässigere Prognosen der Wasserstände. Die zweite sieht Eingriffe an der Infrastruktur des Flusses vor. Die dritte setzt auf Schubleichter, die für die Fahrt bei wenig Wasser ausgelegt sind. Die vierte verlangt von den Reedereien eine Anpassung der Logistik.
Die vier Richtungen sind seit drei Jahren bekannt. Was die Basler Verbände nun anmelden, ist der Abstand zwischen dem Plan und der Wirklichkeit eines Sommers, in dem der Fluss keine normalen Ladungen zulässt.
Der Rhein ist der wichtigste Wasserweg für die Schweizer Einfuhr schwerer Güter. Über ihn laufen Treibstoffe, Baumaterialien und chemische Produkte, deren Mengen auf Strasse und Schiene teurer aufzufangen wären.
Die Kosten des Wartens tragen die Unternehmen, die von dieser Route abhängen. Jede Saison ohne betriebliche Lösungen führt zu einem Risikoaufschlag, den die Firmen weiter unten auf die Preise abwälzen.
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