Welt Persischer Golf
US-Angriff auf iranische Raketenwerfer in der Strasse von Hormuz
Die USA haben zwei iranische Raketenwerfer auf der Insel Larak in der Strasse von Hormuz angegriffen. Die Revolutionsgarden sprechen von Toten und Verletzten und kündigen eine Reaktion an.
Die Vereinigten Staaten haben am Sonntag einen Angriff auf zwei Raketenwerfer verübt, die auf der Insel Larak in der Strasse von Hormuz ausgemacht worden waren. Das teilte ein US-Regierungsvertreter mit, wonach es sich um die erste militärische Aktion der USA in der Region seit dreissig Tagen handle.
Iranische Medien berichteten von Geräuschen, die auf Explosionen in der getroffenen Zone hindeuteten. Die Revolutionsgarden erklärten, der Angriff habe sowohl unter den eigenen Kämpfern als auch unter der iranischen Zivilbevölkerung in der Zone Tote und Verletzte gefordert. Eine offizielle Bilanz der Opfer liegt noch nicht vor. Erste Angaben der halboffiziellen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim sprechen von zwei Toten und zwei Verletzten.
Der Hintergrund der Seeminen
Laut der Darstellung des US-Regierungsvertreters waren Kräfte der Revolutionsgarden dabei beobachtet worden, wie sie sich darauf vorbereiteten, Raketen mit Seeminen in der Strasse von Hormuz abzufeuern. Der US-Angriff scheint demnach mit dem Versuch zusammenzuhängen, diesen Abschuss zu verhindern, bevor er tatsächlich ausgeführt wurde.
Der Vorfall ereignet sich nur wenige Tage nach einer anderen Operation der US-Streitkräfte: Bereits in der vergangenen Woche hatte das US-Militär die Räumung von Minen desselben Typs abgeschlossen, die entlang derselben internationalen Schifffahrtsroute verlegt worden waren.
Die Revolutionsgarden reagierten auf den Angriff, indem sie ankündigten, zu reagieren und die Verantwortlichen zu bestrafen. Die Ankündigung wurde vom staatlichen iranischen Sender IRIB verbreitet.
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