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Pjöngjang droht mit einer Antwort auf das Manöver Ulchi Freedom Shield

Die Übungen der USA und Südkoreas finden vom 21. bis 27. August statt. Der Norden spricht von einer neuen Stufe der Abschreckung und feuerte vergangene Woche an zwei Tagen Raketen ab.

von Redazione 14. August 2026 2 Min. Lesezeit

Nordkorea hat eine Antwort «mit einer neuen Stufe der Abschreckung» auf die jährlichen Militärübungen zwischen Südkorea und den Vereinigten Staaten angedroht, die von Montag bis zum 27. August stattfinden. Die Erklärung stammt von einem Sprecher des nordkoreanischen Aussenministeriums und wird von der Agentur Yonhap wiedergegeben.

Die Manöver heissen Ulchi Freedom Shield und werden jedes Jahr durchgeführt. Laut Pjöngjang hat Washington jedoch betont, die diesjährige Ausgabe werde sich stark von jenen der letzten fünf Jahre unterscheiden. Für den Norden zeigt diese Änderung den Willen der USA, die Taktiken moderner Kriegsführung zu verfeinern und die Vorbereitungen für eine militärische Auseinandersetzung abzuschliessen.

«Auf eine neue Stufe der Bedrohung mit einer neuen Stufe der Abschreckung zu antworten, ist unser beständiger Grundsatz», sagte der Sprecher und bekräftigte die Absicht, die Sicherheitsinteressen des Landes mit der stärksten und überwältigendsten Kraft zu verteidigen.

Pjöngjang betrachtet die Übungen als Generalprobe für einen Krieg, eine Formulierung, die seit Jahren in seiner offiziellen Kommunikation wiederkehrt. Den Worten folgten Taten: Nordkorea führte vergangene Woche sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag Raketenstarts durch.

Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums handelt es sich um die erste offizielle Reaktion des Nordens auf die diesjährigen Manöver. Dieses Detail wird in Seoul aufmerksam verfolgt, denn der Zeitpunkt, zu dem Pjöngjang Stellung bezieht, deutet meist die Intensität der folgenden Reaktion an.

Die jährlichen Übungen sind längst der Fixpunkt, um den sich der Kalender der Spannungen auf der Halbinsel dreht. Sie wiederholen sich mit denselben Erklärungen und denselben Gegenzügen, und gerade ihre Regelmässigkeit macht Abweichungen bedeutsam: Dieses Jahr ist die von den USA angekündigte Neuerung am Inhalt der Manöver das, was der Norden als Grund für seinen Alarm nennt.

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