Schweiz Verkehrsunfall
Zwei Tote bei Frontalkollision auf der Strasse zwischen Schiers und Grüsch
Ein Auto mit Schweizer Kennzeichen geriet am Sonntagnachmittag im Prättigau auf die Gegenfahrbahn. Der italienische Lenker und eine Beifahrerin kamen ums Leben; drei Personen wurden verletzt.
Bei einer Frontalkollision am Sonntagnachmittag auf der Hauptstrasse N28 zwischen Schiers und Grüsch im Prättigau sind zwei Menschen gestorben und drei verletzt worden. Der Unfall ereignete sich kurz nach 15 Uhr.
Nach einer ersten Rekonstruktion verlor ein Auto mit Schweizer Kennzeichen, das von Davos herkam und Richtung Landquart fuhr, auf einer Geraden die Kontrolle. Das Fahrzeug geriet auf die Gegenfahrbahn und stiess frontal mit einem Auto mit italienischem Kennzeichen zusammen. Der Aufprall war sehr heftig: Der italienische Wagen wurde angehoben und gegen die Leitplanke zwischen Fahrbahn und Bahnlinie geschleudert, wo er auf der linken Seite liegen blieb.
Ums Leben kamen der italienische Lenker und eine Beifahrerin. Eine dritte Insassin desselben Fahrzeugs wurde schwer verletzt. Leichte Verletzungen erlitten die Lenkerin des Schweizer Autos und ein Kind, das mit ihr unterwegs war. Alle Verletzten wurden vor Ort betreut und ins Spital gebracht.
Die Behörden dankten den zahlreichen Passantinnen und Passanten, die vor dem Eintreffen der Rettungsdienste erste Hilfe leisteten.
Ein grosser Einsatz
Die Schwere des Unfalls machte ein umfangreiches Aufgebot nötig. Im Einsatz standen zwei Ambulanzen des Rettungsdienstes Chur, eine aus Schiers und eine aus St. Gallen. Eingesetzt wurden zudem zwei Helikopter der Rega und einer der Alpine Air Ambulance.
An den Arbeiten beteiligt waren auch dreizehn Angehörige der Feuerwehr Mittelprättigau, Personal des Tiefbauamts Graubünden, ein Fachtechniker der Rhätischen Bahn, ein Abschleppfahrzeug und mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Graubünden.
Die N28 blieb rund viereinhalb Stunden gesperrt, der Verkehr wurde über die Chlusstrasse umgeleitet. Die Kantonspolizei hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Graubünden die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
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