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Kanton Schwimmen

Ponti verliert die Brille beim Sprung und wird Letzter

Im Final über 50 m Delfin an der EM in Paris schwamm der Tessiner 22"91, seine schwächste Zeit des Anlasses. Am Mittwoch startet er über die 100 Meter.

von Redazione 11. August 2026 2 Min. Lesezeit Locarnese

Ein Final von weniger als dreiundzwanzig Sekunden entschied sich im ersten Augenblick. Noè Ponti, fünfundzwanzigjähriger Tessiner, wurde im Final über 50 Meter Delfin an der EM in Paris Achter und damit Letzter. Beim Sprung verrutschte seine Schwimmbrille und landete im Mund.

Die Endzeit von 22"91 ist die schwächste seiner drei Zeiten am Anlass: Im Halbfinal war er 22"53 geschwommen, im Vorlauf 22"69. Die Halbfinalzeit hätte für das Podest gereicht.

Gold ging an den Russen Egor Kornev in 22"52. Der Franzose Maxime Grousset, amtierender Weltmeister, holte Silber mit zwei Hundertsteln Rückstand. Bronze ging an den Belarussen Grigori Pekarski in 22"68.

Pontis Kommentar nach dem Rennen fiel knapp aus: «Ho perso gli occhialini nel tuffo, e quindi niente...» (Ich habe die Brille beim Sprung verloren, und damit war es das). Er fügte an: «Ho cercato di fare del mio meglio, ma a occhi aperti...» (Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, aber mit offenen Augen). Er kündigte an, die Brille vor den Vorläufen über 100 Meter Delfin am Mittwoch zu wechseln.

Über 50 Meter Delfin lässt sich ein technisches Missgeschick nicht beheben. Das Rennen dauert eine einzige Bahnlänge: Es gibt keine Wende, um die Ausrüstung zu richten, und keine Zeit, den Rhythmus wiederzufinden. Mit offenen Augen zu schwimmen bedeutet, die Orientierung in der Bahn zu verlieren und die Kopfhaltung zu verändern, zwei Dinge, die sich auf dieser Distanz sofort rächen.

Paris ist für den Tessiner kein glücklicher Ort. In derselben Stadt wurde er an den Olympischen Spielen 2024 Vierter über 100 Meter Delfin und Fünfter über 200 Meter und verpasste beide Male das Podest. Seine jüngsten Erfolge erzielte er auf der Kurzbahn, wo er Weltrekorde aufstellte.

Der Termin am Mittwoch ist nun der entscheidende. Die 100 Meter Delfin sind jene Distanz, auf der er seine internationale Karriere aufgebaut hat, und es bleiben drei Wettkampftage, um diesen Anlass noch zu wenden.

Am selben Tag erzielte das Schweizer Team weitere Resultate. Roman Mityukov und Flavio Bucca qualifizierten sich für den Final über 200 Meter Rücken, der ebenfalls am Mittwoch stattfindet.

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