Wirtschaft Energie
Petrobras bestätigt Erdölfund an der Mündung des Amazonas
Die Bohrung Morpho liegt in ultratiefem Wasser vor Amapá. Der Fund hilft den Reserven des Konzerns und belebt den Streit mit Umweltschutzkreisen.
Petrobras hat einen Erdölfund in der Bohrung Morpho im Becken der Foz do Amazonas bestätigt, an der Mündung des Amazonas. Es handelt sich um eines der fünf Gebiete des sogenannten brasilianischen Äquatorialrandes.
Die Bohrung erfolgte in ultratiefem Wasser, rund 175 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Amapá und in einer Tiefe von 2886 Metern. Petrobras ist Betreiberin des Blocks FZA-M-59 und hält daran hundert Prozent.
Die Bestätigung kommt in einem heiklen Moment für den Konzern, der seine Reserven erneuern muss. Bei den heutigen Fördermengen könnten diese in etwas mehr als zehn Jahren erschöpft sein. Nach Schätzungen der brasilianischen nationalen Erdölagentur könnte allein die Foz do Amazonas rund dreissig Milliarden Fass enthalten.
Eine umstrittene Grenze
Erdöl in diesem Gebiet könnte neue Investitionen tragen und die Aussichten der brasilianischen Erdölindustrie stärken. Die Aussicht auf weitere Bohrungen am Äquatorialrand ist jedoch bei Umweltschutzkreisen umstritten: Sie verweisen auf die Risiken für die Meeres- und Amazonasökosysteme und fordern mehr Zurückhaltung beim Ausbau der Branche.
Der Gegensatz betrifft genau jene Region, mit der Brasilien seit Jahren sein internationales Profil in Klimafragen aufbaut. Energiepolitik und Umweltpolitik treffen nun am selben Küstenabschnitt aufeinander.
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