Wirtschaft Tourismus
Logiernächte in der Schweiz im ersten Halbjahr rückläufig
Zwischen Januar und Juni wurden 20,3 Millionen Logiernächte gezählt, 0,7 Prozent weniger als 2025. Der Rückgang geht auf ausländische Gäste zurück, während die Inlandnachfrage leicht wächst.
Der Schweizer Tourismus hat sich nach Jahren mit Rekordwerten verlangsamt. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 20,3 Millionen Logiernächte gezählt, 0,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025.
Die vom Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten zeigen, dass der Rückgang von den ausländischen Gästen herrührt. Ihre Logiernächte sanken um 2 Prozent auf 10,2 Millionen. Die Inlandnachfrage hielt sich dagegen mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 10,1 Millionen.
Der Monat Juni und die Regionen
Im Juni wurden 4,1 Millionen Logiernächte gezählt, ein Rückgang von 2,2 Prozent im Jahresvergleich. Die internationalen Gäste nahmen um 4,4 Prozent auf 2,2 Millionen ab, während die Schweizer Gäste um 0,4 Prozent auf 1,9 Millionen zunahmen.
Das regionale Bild des Monats zeigt unterschiedliche Verläufe. Das Tessin verzeichnete 280 100 Logiernächte, ein Minus von 2,1 Prozent. Graubünden wuchs um 3,8 Prozent auf 403 900. Die Zentralschweiz verlor 4,8 Prozent und blieb bei 424 400. Bern sank um 3,6 Prozent auf 635 500 und Zürich um 3,1 Prozent auf 704 500.
Der Vergleich der beiden Kantone südlich der Alpen verdient Beachtung. Im selben Monat gewann Graubünden an Anteil, während das Tessin verlor, ein Hinweis, der eher die Zusammensetzung des Angebots betrifft als die allgemeine Marktlage.
Einige Herkunftsmärkte wachsen kräftig. Indien verzeichnet ein Plus von 32,7 Prozent und die Golfstaaten von 29,2 Prozent. Unter den nahen Märkten wachsen Frankreich mit 3,7 Prozent und Italien mit 1,5 Prozent. Die Vereinigten Staaten bleiben mit 0,3 Prozent stabil.
In die andere Richtung verzeichnet China mit 7,1 Prozent den stärksten Rückgang. Es folgen Deutschland mit 2,2 Prozent und das Vereinigte Königreich mit 1,7 Prozent.
Das Gewicht der rückläufigen Märkte erklärt das Gesamtergebnis. Deutschland und das Vereinigte Königreich bringen grosse Volumen, und ihr Rückgang wiegt schwerer, als das prozentuale Wachstum ferner Märkte auszugleichen vermag.
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