Welt Naher Osten
Neue US-Angriffe auf Iran, Teheran antwortet
Die amerikanischen Streitkräfte haben Ziele im Süden Irans getroffen, als Antwort auf die jüngsten Angriffe der Revolutionsgarden auf die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormuz. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte in Jordanien und Bahrain.
Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ist wieder aufgeflammt. Am Dienstag führten die amerikanischen Streitkräfte neue Angriffe im Süden des Landes durch. Laut dem US-Zentralkommando (Centcom) sind die Angriffe eine Antwort auf die jüngsten Versuche der Revolutionsgarden, die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormuz sowie die in der Region stationierten amerikanischen Streitkräfte anzugreifen.
Das iranische Staatsfernsehen berichtete von Explosionen in der Nähe von Bandar Abbas und auf der Insel Qeshm. Ausserdem sei der Flughafen von Jiroft in der Provinz Kerman angegriffen worden. Die iranischen Behörden teilten mit, ein amerikanischer Angriff habe in Kuhestak, in der Provinz Hormozgan, ein Haus getroffen, in dem eine Hochzeit stattfand. Dabei sollen mindestens vier Personen getötet und weitere 35 verletzt worden sein.
US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Angriffe als "massicci e potenti" (massiv und mächtig). Er drohte zudem mit einer neuen Offensive von deutlich grösserem Ausmass, sollte Iran erneut reagieren.
Die Antwort Teherans
Die iranische Reaktion folgte wenige Stunden später, kurz vor 22 Uhr Schweizer Zeit. Laut den Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim begann Iran, Raketen und Drohnen auf amerikanische Ziele in der Region abzufeuern. Insbesondere sei ein Stützpunkt in Jordanien getroffen worden: Die Regierung in Amman bestätigte den Abschuss von Raketen auf ihr Staatsgebiet. Auch ein Stützpunkt in Bahrain sei ins Visier genommen worden. Über Opfer unter den amerikanischen Streitkräften ist bisher nichts bekannt. Die Revolutionsgarden warnten, den Vereinigten Staaten stehe eine "severa punizione" (schwere Strafe) bevor.
Dieser neuen Eskalation waren bereits am Sonntagabend amerikanische Angriffe vorausgegangen. Direkte militärische Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern hatten rund einen Monat lang geruht. In dieser Zeit hatte Washington vor allem auf eine Verstärkung des wirtschaftlichen Drucks auf Iran gesetzt, mittels neuer Sanktionen.
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