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il Cantonale

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Kanton Grossraubtiere

In Graubünden sinken die Wolfsrisse auf dreissig Nutztiere

Ende Juli verzeichnet die kantonale Bilanz 30 gerissene Nutztiere gegenüber 68 im Vorjahr. Der Rückgang zeigt sich auch schweizweit, doch die Verantwortlichen mahnen zur Vorsicht bei der Deutung.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit Grigioni

Die Angriffe des Wolfs auf Nutztiere sind in Graubünden zurückgegangen. Ende Juli lag die kantonale Zählung bei 30 gerissenen Nutztieren, gegenüber 68 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Entwicklung betrifft das ganze Land. Während der Alpsaison wurden in der Schweiz 183 Tiere getötet, gegenüber 402 im Jahr zuvor. Die nationale Zahl umfasst das Tessin nicht, das seine Angaben noch nicht veröffentlicht hat.

Arno Puorger, kantonaler Verantwortlicher für Grossraubtiere, bezeichnete den Unterschied zu den Vorjahren als beachtlich. Er warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen, da die Jahreswerte stark schwanken.

Auf die Risse wirken mehrere Faktoren gleichzeitig ein. Puorger nennt den Herdenschutz, regulierende Abschüsse, den Witterungsverlauf und das Angebot an Wildtieren als Beute.

Rudel, Welpen und andere Arten

David Gerke, Geschäftsführer der Gruppe Wolf Schweiz, hält vorsorgliche Regulierung für lokal entlastend. Den grossflächig beobachteten Rückgang erklärt sie aus seiner Sicht jedoch nicht.

Zwei Rudel haben sich dieses Jahr fortgepflanzt. Das Calanda-Rudel bekam sieben Welpen, jenes der Seta bei Arosa sechs.

Am 5. Juli wurde im Prättigau ein Rind getötet. Nach dem Vorfall ersuchten die kantonalen Behörden das Bundesamt für Umwelt um eine Bewilligung, die den Abschuss von zwei Dritteln der Welpen eines Rudels erlaubte. Die Tiere wurden bisher nicht aufgespürt.

Der kantonale Bericht dokumentiert auch weitere Arten. Erfasst wurden 58 Bärenspuren im Unterengadin und 311 Luchsbeobachtungen in weiten Teilen Graubündens. Der Goldschakal wurde in Scuol und Vals gemeldet.

Für die Tierhalter in den Tälern bleibt die Zahl der verlorenen Tiere der unmittelbarste Massstab. Die diesjährigen Werte deuten auf eine weniger belastende Saison hin, ohne zu klären, wie viel davon auf die getroffenen Massnahmen und wie viel auf vorübergehende Umstände zurückgeht.

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