Kanton Öffentlicher Raum
Ein Vorstoss verlangt, die Ankunft in der Stadt ab dem Bahnhof Lugano zu pflegen
Avanti con Ticino&Lavoro schlägt gezielte Eingriffe auf dem Weg zwischen Gleisen und Zentrum vor: einen interaktiven Informationspunkt und eine zurückhaltende Hommage an Marco Borradori. Keine Grossbauten, sondern der erste Eindruck der Ankommenden.
Die Gemeinderatsmitglieder von Avanti con Ticino&Lavoro haben, erstunterzeichnet von Giovanni Albertini, eine Motion zum Empfang am Bahnhof Lugano eingereicht. Die Ausgangsbeobachtung ist einfach: Die Stadt investiert in Kultur, Anlässe und öffentliche Räume, doch für Tausende von Menschen findet der erste Kontakt mit Lugano beim Aussteigen aus dem Zug statt, und dieser Ort liesse sich in Bezug auf Gastlichkeit, Komfort, Information und städtische Identität besser aufwerten.
Die Motion verlangt keine Grossbauten. Sie schlägt gezielte Eingriffe vor, die den Übergang vom Bahnhof zum Zentrum in das verwandeln, was der Text ein kleines städtisches Erlebnis nennt. Zu den konkreten Forderungen gehört ein interaktiver Informationspunkt mit Karten, Anschlüssen des öffentlichen Verkehrs, laufenden Veranstaltungen, Wetter und Routenvorschlägen für Ankommende.
Der zweite Punkt betrifft das städtische Gedenken. Albertini verlangt eine zurückhaltende Hommage an Marco Borradori, den vor fünf Jahren genau am 11. August verstorbenen Stadtpräsidenten. Derselbe Jahrestag liegt der Trophäe zugrunde, welche die Stadt ihm jährlich widmet.
Der Bahnhof Lugano liegt im Vergleich zu jenen anderer Schweizer Städte an einer aussergewöhnlichen Stelle: Er befindet sich über dem Zentrum, und die Verbindung nach unten führt über die Standseilbahn oder über Fusswege, die für Ortsunkundige nicht immer lesbar sind. Deshalb ist die Frage der Orientierung nicht bloss ästhetisch. Hinzu kommt, dass das Areal seit Jahren Gegenstand eines weit umfassenderen Aufwertungsprojekts ist, verbunden mit der Neuordnung des Quartiers und den Eingriffen der SBB, und dass sich die Motion bewusst auf einer anderen Ebene bewegt: bei dem, was sich jetzt tun lässt, ohne die grosse Baustelle abzuwarten.
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