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Schweiz Klimarekord

Der Sommer 2026 war der heisseste, der je in der Schweiz gemessen wurde

Laut der Bilanz von MeteoSchweiz übertraf die Saison den bisherigen Rekord von 2003 um 0,4 Grad – mit Rekordwerten bei Temperatur, Trockenheit und Tropennächten.

von Redazione 10. September 2026 2 Min. Lesezeit

Der Sommer 2026 war der heisseste, der in der Schweiz seit Beginn der Messungen registriert wurde. Das zeigt die von MeteoSchweiz veröffentlichte Bilanz, wonach die durchschnittliche Temperatur der Monate Juni, Juli und August landesweit 17,2 Grad erreichte und damit den bisherigen Rekord von 2003 um 0,4 Grad übertraf.

Die Saison brachte zahlreiche lokale Rekorde mit sich. Am 30. Juli erreichte die Messstation Basel-Binningen 39,7 Grad und stellte damit den höchsten je nördlich der Alpen gemessenen Wert ein. Insgesamt registrierten 30 Messstationen ihre absolute Höchsttemperatur.

MeteoSchweiz weist darauf hin, dass ein Sommer wie jener von 2026 in einem Szenario mit einer globalen Erwärmung von 3 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit nur als "durchschnittlich warm" gelten würde. In einem solchen Fall würden sich noch heissere Sommer alle zwei Jahre wiederholen.

Die Hitze ging mit einer Rekordzahl an Tropentagen und Tropennächten einher, vor allem nördlich der Alpen, wo an manchen Orten bis zu zwei Wochen mehr Tage über 30 Grad gezählt wurden als bei den bisherigen Rekorden. In Locarno-Monti im Tessin wurden 50 Tropennächte gezählt, acht mehr als 2003. Die Folgen für die öffentliche Gesundheit waren beträchtlich.

Trockenheit und erste Folgen

Zur Hitze gesellte sich eine extreme Trockenheit. Die Periode von April bis August war landesweit die trockenste und wärmste seit 1901, mit Niederschlägen von nur 61 Prozent der Norm. Der Regenmangel wirkte sich auf Gewässer, Wälder und Landwirtschaft aus.

Die hohen Lufttemperaturen liessen zusammen mit den tiefen Abflussmengen auch die Wassertemperatur in fast 60 Prozent der Messstationen auf Rekordwerte steigen: Am 14. Juli erreichte die Aare in Bern 24,8 Grad. Die Hitze und der tiefe Sauerstoffgehalt setzten die Wasserorganismen stark unter Druck, sodass der Schweizerische Fischerei-Verband Überlebensschwierigkeiten für die Fische meldete.

Auch die Landwirtschaft litt unter der Trockenheit: Der Bauernverband meldete einen Mangel an Futter sowie Ernteausfälle. Die Waldbrandgefahr stieg so stark an, dass ein landesweites Feuerverbot erlassen wurde, während auch die Schifffahrt auf dem Rhein eingeschränkt war.

Schliesslich begann die Pollensaison der Gräser früher als üblich und erreichte in der ganzen Schweiz überdurchschnittliche Konzentrationen.

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