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Schweiz Eidgenössische Abstimmung

Neutralität: Ja-Kampagne startet mit Blick auf den 27. September

Das Initiativkomitee hat die Kampagne für die Initiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» lanciert. Eine YouGov-Umfrage von Ende Juli zeigt 40 Prozent Zustimmung und 38 Prozent Ablehnung.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Das Komitee der Initiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» hat heute die Kampagne im Hinblick auf die Abstimmung eröffnet. Der Text kommt am 27. September 2026 vor das Volk.

Die Initiative verlangt, die Neutralität in der Bundesverfassung zu verankern. Die Schweiz müsste auf Militär- und Verteidigungsbündnisse verzichten, ausser im Fall eines direkten Angriffs auf das Land. Der Text fordert zudem, dass der Bund auf Sanktionen gegen kriegführende Staaten verzichtet.

Dieser letzte Punkt betrifft einen jüngeren Entscheid. Nach dem Einmarsch in die Ukraine hat die Schweiz Sanktionen gegen Russland ergriffen, was die Initiative künftig ausschliessen möchte.

Im Komitee sind die Organisation Pro Schweiz und Exponenten der SVP vertreten. Zu den Unterstützern zählt alt Bundesrat Christoph Blocher.

Eine eng begrenzte politische Unterstützung

Parteipolitisch ist das Bild eindeutig. Die SVP ist die einzige Partei, die den Text breit unterstützt. Die Wählerschaft der Grünen lehnt ihn mehrheitlich ab.

Die am 31. Juli 2026 veröffentlichte Umfrage von YouGov Schweiz befragte 1229 repräsentative Stimmberechtigte. 40 Prozent sind dafür, 38 Prozent dagegen, während 22 Prozent noch unentschlossen sind.

Der Abstand zwischen den beiden Lagern bleibt damit gering, und der Anteil der Unentschlossenen ist gross. In solchen Kampagnen verschieben sich die Haltungen häufig in den letzten Wochen.

Die Umfrage zeigt auch einen sprachregionalen Unterschied. Die Zustimmung fällt in der Westschweiz und im Tessin stärker aus als in den deutschsprachigen Regionen.

Für die italienische Schweiz verdient dieser Befund Beachtung, weil er das übliche Muster bei aussenpolitischen Themen umkehrt. In den kommenden Wochen wird die Auseinandersetzung um die praktische Bedeutung der Neutralität und um die Folgen eines Sanktionsverzichts gehen.

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